AZ Medien mit solidem Abschluss und Dividendenverzicht

Der Aargauer Konzern AZ Medien hat 2019 ein solides Resultat eingefahren. Im ersten voll konsolidierten Jahr zusammen mit den NZZ-Regionalmedien stand unter dem Strich ein Gewinn von 5,6 Millionen Franken. Die Aktionäre gehen aber leer aus.

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2018 hatte bei den AZ Medien noch ein Verlust von 2,2 Millionen Franken resultiert. Im Geschäftsjahr 2019 erzielte das Medienhaus einen konsolidierten Umsatz von 246 Millionen Franken, zwei Millionen mehr als 2018. Das Betriebsergebnis belief sich auf 6,5 Millionen Franken.

 

Coronakrise zeichnet sich ab

Im Zeichen der Coronakrise gestalte sich das laufende Jahr schwierig, teilte das Medienhaus am Mittwoch mit. AZ Medien und das Joint Venture CH Media mit den NZZ-Regionalmedien haben die Kurzarbeit eingeführt. Der Verwaltungsrat beantragt angesichts der Lage den Verzicht auf eine Dividendenausschüttung.

Peter Wanner, Verleger und Verwaltungsratspräsident der AZ Medien, erklärte im Communiqué, CH Media sei in einem herausfordernden Umfeld gut gestartet. Das Onlineportal Watson habe die Erwartungen übertroffen.

Zur Coronakrise sagte Wanner, die Werbeeinnahmen seien deutlich zurückgegangen. CH Media rechne mit einem Umsatzeinbruch im zweistelligen Millionenbereich bis Mitte Jahr.

 

Erstes volles CH-Media-Geschäftsjahr solide abgeschlossen

2019 war das erste volle Geschäftsjahr von CH Media, dem Joint Venture der AZ Medien mit den NZZ-Regionalmedien. AZ Medien hält daran 50 Prozent. Darüber hinaus gehören die konzessionierten TV-Stationen Tele M1 und TeleBärn sowie das Onlineportal Watson zu den AZ Medien.

Im Herbst 2019 übernahm der Konzern die TV-Sender der 3-Plus-Gruppe (3+, 4+, 5+ und 6+). Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart. Das Unternehmen wurde mit dem Zukauf der grösste Privatfernseh-Betreiber der Schweiz. Zu den AZ Medien gehört auch ein Verlag für Sachbücher. (SDA)

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