SRG schliesst Geschäftsjahr 2019 mit Verlust von 22,2 Millionen

Die SRG hat das Geschäftsjahr 2019 mit einem Verlust von 22,2 Millionen Franken geschlossen. Ein negatives Ergebnis war erwartet worden. Die Plafonierung des Gebührenanteils für die SRG, sinkende Werbeeinnahmen und Restrukturierungskosten belasteten das Ergebnis.

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Die Plafonierung des Anteils der SRG an der Medienabgabe auf 1,2 Milliarden Franken für 2019 führte nach Berücksichtigung der Mehrwertsteuer dazu, dass sich der Ertrag aus der Medienabgabe der SRG im vergangenen Jahr auf 1,18 Milliarden Franken belief. Dies teilte die SRG am Mittwoch mit.

Insgesamt sank der Betriebsertrag innert Jahresfrist von 1,65 Milliarden Franken auf noch knapp 1,52 Milliarden. Der Betriebsaufwand reduzierte sich im gleichen Zeitraum um über 102 Millionen Franken auf über 1,53 Milliarden. Ein negatives Finanzergebnis von fast 8,5 Millionen Franken führte schliesslich zu einem Unternehmensverlust von rund 2,2 Millionen.

 

Werbemarkt bricht ein

Weiterhin unerfreulich habe sich die Lage auf dem Werbemarkt entwickelt. Der Werbeertrag reduzierte sich 2019 um weitere 23,1 Millionen Franken. Unter anderem habe sich der Trend der Verlagerung von Werbebudgets vom linearen Fernsehen zu den internationalen Digital-Plattformen akzentuiert. Zudem belasteten Restrukturierungskosten von 36,2 Millionen Franken das Unternehmen.

Die SRG hat nach eigenen Angaben auf die veränderten Rahmenbedingungen reagiert und bereits im März 2018 einen Reform- und Reinvestitionsplan im Umfang von 100 Millionen Franken lanciert. Im Herbst 2019 hätten diese Sparvorgabe aufgrund der weiter rückläufigen Werbeeinnahmen um 50 Millionen auf neu 150 Millionen Franken ausgeweitet werden müssen.

Mit einschneidenden Massnahmen in allen Unternehmenseinheiten hätten die Kosten 2019 um insgesamt 60 Millionen Franken gesenkt werden können. So habe man unter anderem mit dem Verzicht auf generelle Lohnmassnahmen 8,4 Millionen Franken eingespart. Der Personalbestand wurde mehrheitlich über natürliche Abgänge um 74 Vollzeitstellen reduziert.

Die Transformation des Unternehmens gehe im laufenden Jahr weiter, heisst es in der Mitteilung. Die SRG müsse sich den veränderten Marktverhältnissen und Nutzungsgewohnheiten weiter anpassen unter Beachtung eines immer enger werdenden Finanzrahmens. Die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise würden die Situation noch schwieriger machen. (SDA)

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