Medienorganisationen rufen zur Rettung der Medien auf

Die Medien spielen eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der Coronakrise, doch die wirtschaftlichen Folgen treffen die Branche hart. Nun rufen Medienorganisationen, darunter die Mediengewerkschaft Syndicom und der Berufsverband Impressum, zur Rettung der Medien auf.

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Publikum und Öffentlichkeit hätten zuverlässigen Informationsjournalismus noch nie so nötig gehabt, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Doch die Coronavirus-Pandemie treibe die Schweizer Medienbranche in eine der schlimmsten Krisen ihrer Geschichte. Die Inserate-Einnahmen brächen zusammen, das Überleben zahlreicher Pressetitel, lokaler Radio- und Fernsehstationen sowie journalistischer Websites stehe auf dem Spiel. 

Die Organisationen appellieren deshalb an den Bundesrat, das Parlament und die Kantone, dringende Massnahmen zu ergreifen. Es müsse sofort gehandelt werden, um eine für die direkte Demokratie wesentliche Branche zu unterstützen.

Die Organisationen fordern einen Hilfsfonds, um die Zustellung zusätzlich zu vergünstigen und das Überleben von Druckereien, Titeln, Sendern Presseagenturen, journalistischen Online-Plattformen und Websites zu sichern. Zudem brauche es einen Unterstützungsfonds für Recherchen und Reportagen.

Beim Bundesrat rennen die Organisationen mit ihrer Forderung grundsätzlich offene Türen ein. Dieser plant, Medien zusätzlich zu unterstützen. Geplant sind zusätzliche Ermässigungen für die Postzustellung, Unterstützung für Online-Medien oder Beiträge an Ausbildung und Agenturen. Ein Massnahmenpaket stellte der Bundesrat bis im nächsten Sommer in Aussicht. Angesichts des dramatischen Inserate-Einbruchs dürfte es dann für einige Medien zu spät sein. (SDA)

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