Wemakeit.ch stoppt No-Billag-Crowfunding nach drei Tagen

Die Wemakeit-Kampagne, mit der die No-Billag-Initianten «die grösste politische Crowdfunding-Aktion in der Schweizer Geschichte» realisieren wollten, ist gestoppt.

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Die Plattform Wemakeit.ch beendet die Aktion nach nur drei Tagen und per sofort. Die Gründer schreiben in einem über Social Media verbreiteten Statement, man halte «die extreme Stossrichtung der Initiative für staatspolitisch gefährlich» und werde ihr deshalb «auf keinen Fall eine Plattform bieten».

Weiter werden Medien- und Kulturschaffende und die ganze Wemakeit-Community dazu aufgerufen, sich Gedanken über die Folgen einer Annahme zu machen: «Diese würde dem Staat jegliches Medien-Engagement verbieten; wir erachten dies für den Zusammenhalt unseres Landes und für die regionale Medienvielfalt verheerend».

Es stellt sich natürlich die Frage, wieso Wemakeit bei einer derart deutlichen Haltung die Kampagne überhaupt aufgeschaltet und nicht gleich zu Beginn gestoppt hat. Infolge einer «äusserst kurzen Einreichefrist» habe man die Kampagne leider nicht rechtzeitig prüfen können, entschuldigt sich Wemakeit. Und Partner Johannes Gees präzisiert gegenüber 20 Minuten: «Die Person, die am Freitag die Kampagne aufgeschaltet hat, erkannte die Brisanz des Anliegens nicht.» Als die Geschäftsleitung vom No-Billag-Crowfunding erfahren habe, sei der Entschluss gefallen, die Aktion zu stoppen.

Die Inititanten sind wenig erfreut über dieses Vorgehen. Von einem «Akt der Willkür» und einem «Affront» spricht Olivier Kessler. Von einer Schweizer Firma habe man ein besseres Verständnis für die Funktionsweise der direkten Demokratie, kritisiert er. Derzeit suche man nach einer technischen Alternative für das Crowdfunding und nehme in der Zwischenzeit Spenden via PayPal und Banküberweisung entgegen. (hae)

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