Schweizerische Kirchenzeitung wird multimediale Dialogplattform

Die Schweizerische Kirchenzeitung (SKZ) ist für die Zukunft fit gemacht worden. Neu ist sie farbig, erhält einen Online-Auftritt und wird von drei Frauen verantwortet. Die Bischöfe der Bistümer Basel, St. Gallen und Chur haben das neue Konzept am Dienstag in Zürich vorgestellt.

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Als multimediale Dialogplattform soll die Kirchenzeitung künftig das grosse Meinungsspektrum in der katholischen Kirche abbilden, wie Markus Thürig, Generalvikar im Bistum Basel und Präsident der Herausgeberkommission vor den Medien sagte. «Breit abgestützt, praxisnah und vor allem auch wirtschaftlich tragbar» soll die SKZ sein.

Dies war denn auch eines der Hauptziele der Neulancierung: «Die SKZ in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld weiterzuführen», wie Thürig erklärte. Die Verantwortlichen hoffen, mit dem überarbeiteten Auftritt neue Lesergruppen anzusprechen und die momentan beglaubigte Auflagenzahl von 1760 zu erhöhen.

Drei Frauen an der Spitze

«Wir wollen vermehrt verschiedene Positionen miteinander ins Gespräch bringen und so auch neue Leserkreise rekrutieren», sagte der St. Galler Bischof Markus Büchel. Konkret denkt er dabei etwa an Religionspädagogen oder Katechetinnen. «Es war uns sehr wichtig, dieses Forum der katholischen Kirche zu.»

Mit der Aufgabe betraut wurden mit Maria Hässig, Rosmarie Schärer und Brigitte Burri zwei theologische Fachredaktorinnen und eine Medienjournalistin. «Sie wundern sich vielleicht, dass neben uns Bischöfen hier vorne drei Frauen sitzen», sagte Felix Gmür, Bischof von Basel. Sie seien im Auswahlverfahren einfach die Besten gewesen.

Der Neustart ist aber auch mit Mehrkosten verbunden. Bis vor etwas mehr als einem Jahr hatte Urban Fink-Wagner die SKZ zwölf Jahre lang als Alleinredaktor verantwortet. Die Erneuerung des publizistischen Konzepts zeigte nun aber, dass die redaktionellen Kapazitäten ausgebaut werden mussten.

Mehrkosten durch zusätzliche Abos auffangen

«Auf die Deutschschweizer Diözesen werden zusätzliche Kosten zukommen», sagte der Churer Bischof Vitus Huonder. «Wir hoffen, dass wir die Mehrkosten durch zusätzliche Abos auffangen können und die Zeitung rentabel betrieben werden kann.»

Eine weitere Änderung ist zudem, dass das Blatt ab 2018 nur noch alle zwei Wochen statt wöchentlich erscheint. Die Beiträge werden mehr auf die seelsorgerische Praxis ausgerichtet sein und deshalb kürzer ausfallen. Dafür werden sie auf der Webseite vertieft. Neu wird die Zeitung von der Brunner Medien in Kriens LU herausgegeben und nicht mehr von der NZZ Fachverlag.

Die SKZ publiziert seit 1832 Fachbeiträge für Theologie und Seelsorge. Sie ist das Amtsblatt der Bistümer Chur, St. Gallen, Basel, Lausanne-Genf-Freiburg und Sitten. Die französischsprachige Ausgabe „Evangile et Mission“ war 2012 eingestellt worden. (SDA)

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