Bertelsmann steigert Gewinn dank RTL und Dienstleistungsgeschäft

Der deutsche Medienkonzern Bertelsmann hat dank florierender Geschäfte seiner Fernsehtochter RTL, im Musikrechtehandel sowie bei Technologie- und Logistikdiensten einen Rekordgewinn eingefahren.

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Das Betriebsergebnis kletterte im vergangenen Jahr um 3,3 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Nettogewinn legte um 2,6 Prozent auf gut 1,1 Milliarden Euro zu. Den grössten Anteil am Gewinn steuerte die RTL Group mit 720 Millionen Euro bei. Die Konzernerlöse schrumpften dagegen um 1,1 Prozent auf knapp 17 Milliarden Euro, unter anderem wegen eines Umsatzrückgangs beim Buchverlage Penguin Random House. Bertelsmann will bis 2020 mehrere Milliarden Euro in seine Geschäfte investieren. Bei der internationalen Expansion werde er den Blick neben Brasilien, Indien und China besonders auf die USA richten, kündigte Vorstandschef Thomas Rabe am Dienstag in Berlin an.

Wie Bertelsmann weiter mitteilte, hat der Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr trotz weiterer Umbaukosten die Wende geschafft. Dank wachsender Digitalerlöse gelang im vergangenen Jahr nach einer mehrjährigen Durststrecke wieder ein Plus beim operativen Gewinn (Ebitda) von 4,6 Prozent auf 137 Millionen Euro. Beim Umsatz verbuchte das Hamburger Verlagshaus (Stern, Brigitte, Geo) nach deutlichen Einbrüchen in den Vorjahren nur noch einen Rückgang von knapp 2 Prozent auf 1,51 Milliarden Euro, wie Bertelsmann als Eigentümer weiter mitteilte. Das wachsende Digitalgeschäft besonders in den Kernmärkten Deutschland und Frankreich machte Umsatzverluste durch Verkäufe der Verlagstöchter in Österreich und Spanien wett. (SDA)

Foto: Bertelsmann

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