Roger de Weck bald weg?

Laut NZZ am Sonntag soll die SRG bereits 2017 einen neuen Generaldirektor bekommen.

RogerdeWeck

Gemäss NZZ am Sonntag übergibt der amtierenden Generaldirektor Roger de Weck das Amt nächstes Jahr an seinen Stellvertreter, den RTS-Direktor Gilles Marchand. Die Stelle wird also diesmal nicht ausgeschrieben, sondern die Nachfolge auf dem Berufungsweg geregelt. Die NZZ am Sonntag stüze sich bei den Aussagen «auf mehrere Verantwortungsträger in der SRG».

Mit diesem Vorgehen wollen die SRG-Verwaltungsräte eine möglichst reibungslose Amtsübergabe «in stürmischen Zeiten» sicherstellen. Der angepeilte Weg bedarf allerdings noch der Zustimmung der SRG-Delegierten.

Roger de Weck steht zwei Jahre vor dem Pensionsalter. Wie SRG-Präsident Viktor Baumeler gegenüber der NZZ am Sonntag bestätigt, sei die «Personalplanung» deshalb ein Thema. Bekanntgegeben werden sollen die Änderungen allerdings erst Ende Jahr.

Der von der Zeitung vermutete Nachfolger wird als kommunikativ stark und kompetent, was die neuen Medien betrifft, beschrieben.

Begründet wird die These, dass es sich um Merchand handeln könnte, unter anderem mit der Tatsache, dass er mit der Materie bereits bestens vertraut ist und nicht eingearbeitet werden müsste. Ausserdem scheint eine Beförderung notwendig, um einen möglichen RTS-Abgang zu verhindern. Dass de Weck erst bei seiner Pensionierung – und somit inmitten im No-Billag-Abstimmungskampf zurücktritt, hält die NZZ am Sonntag für unwahrscheinlich. Ausserdem könne mit einer vorzeitigen Stabübergabe der gleichzeitige Rücktritt von de Weck und SRF-Direktor Rudolf Matter umgangen werden.

In einer ersten Bilanz auf de Wecks Amtszeit wird positiv die Reorganisation der SRG, sowie die Harmonisierung von Technik und Prozessen erwähnt. Zudem habe de Weck das Lobbying für die SRG verstärkt. Negativ gewertet wird der durch Admeira und den Ausbau des Online-Angebotes ausgelöste Streit mit den privaten Verlegern. Ausserdem sei es de Weck allgemein nicht gelungen, die SRG in ruhige Gewässer zu führen. (hae/NZZaS)

Headerbild: Foto Roger de Weck: SRG SSR / Zeljko Gataric; Foto Gilles Marchand: SRG SSR / Marcel Grubenmann

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