Ziehen Ringier-Zeitschriften nach Lenzburg?

Die Redaktionen zahlreicher grosser Zeitschriften des Joint Ventures von Ringier und Axel Springer müssen demnächst umziehen. Laut Schweiz am Sonntag soll Lenzburg hoch im Kurs stehen.

Ringier und Axel Springer suchen für 450 Mitarbeitende ein 10'000 Quadratmeter grosses, gemeinsames Zuhause für ihr geplantes Joint Venture im Zeitschriftengeschäft. Die Vertragsunterzeichnung der beiden Medienhäuser erfolgte im September (Werbewoche.ch berichtete). Betroffen vom Umzug sind unter anderem die Redaktionen der Zeitschriften Schweizer Illustrierte, Glückspost, Beobachter, Handelszeitung, Bilanz, Landliebe, Bolero und Tele. Nicht an den neuen Standort ziehen die Zeitungen (mit Ausnahme der Zürcher Mitarbeitenden von Le Temps) und die Westschweizer Redaktionen.

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Ziehen hier bald 450 Journalisten ein? (Foto: hae)

Gemäss Recherchen der Schweiz am Sonntag könnte das neue Zuhause nicht wie von den betroffenen Journalisten bisher angenommen weiterhin Zürich, sondern Lenzburg im Kanton Aargau heissen. Auf dem ehemaligen Hero-Areal beim Bahnhof entstehen zur Zeit 20'000 Quadratmeter Bürofläche und 500 Wohnungen. Eine davon bewohnt seit kurzem übrigens Schweizer-Illustrierte-Chefredaktor Werner de Schepper – «reiner Zufall», sagt er. Gespräche zwischen Ringier und dem Aargauer Regierungspräsidenten Urs Hofmann haben bereits stattgefunden, vergangene Woche besuchte eine Lenzburger Delegation Ringier in Zürich.

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Das Quartier «Im Lenz» entsteht bis 2017 auf dem ehemaligen Hero-Areal (Bilder: Losinger Marazzi)

Für den neuen Standort sprechen nicht nur die Aargauer Wurzeln des Zofinger Medienhauses, sondern auch steuerliche Vorteile und gegenüber Zürich günstigere Immobilienpreise. Ausserdem ist Lenzburg von Zürich aus in knapp 20 Minuten mit dem Zug zu erreichen.

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Ringier-Sprecher Edi Estermann will sich zum Thema Lenzburg nicht konkret äussern, bestätigt aber, dass auch Standorte im Aargau geprüft würden. Man hoffe, in den nächsten Wochen eine Entscheidung treffen zu können. Ein Wort mitreden wird aber auch Axel Springer. So soll Ralph Büchi, President International Axel Springer SE, zwei mögliche Alternativ-Standorte in Zürich dem Hero-Areal in Lenzburg vorziehen. (hae)
 

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