Mediapulse: Die Schweiz liebt Radio und TV

An der Jahreskonferenz in Bern präsentierte Mediapulse einen positiven Jahresabschluss für das vergangene Geschäftsjahr und die neusten Zahlen zu Radio und Fernsehen. Beide Medien stehen weiterhin sehr hoch im Kurs bei den Schweizerinnen und Schweizern.

Nach einem turbulenten 2013 blickt Mediapulse auf ein ruhigeres Geschäftsjahr 2014 zurück. Das zeigt sich nicht zuletzt im erfreulichen Jahresabschluss der unabhängigen Forschungsinstitution für Radio- und Fernsehnutzung: Das Unternehmen erwirtschaftete ein Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern in der Höhe von 617'000 Franken und einen Unternehmensgewinn von 554'000 Franken. Das positive Ergebnis ermöglicht Rückstellungen und sichert damit künftige Investitionen in die beiden Messsysteme.

Wie wichtig dieser finanzielle Rückhalt ist, zeigt ein Blick auf die Entwicklungspläne der Mediapulse. Das Radiomesssystem soll in den nächsten zwei Jahren grundlegend erneuert werden und auch beim Fernsehmesssystem wird bereits der nächste grosse Entwicklungsschritt geplant.

Radio und Fernsehen weiterhin top

Die Daten aus den beiden Messpanels von Mediapulse zeigen, dass die Bedeutung von Radio und Fernsehen auch in Zeiten von zunehmender medialer Konkurrenz ungebrochen hoch ist. Radio bleibt auch im 2014 das Massenmedium schlecht hin. Jeden Tag schalten fast neun von zehn Schweizern (87%) ein Radiogerät ein und konsumieren durchschnittlich 104 Minuten Radioprogramme . Selbst in der jüngsten Altersklasse der 15-24 jährigen erreicht Radio täglich rund drei von vier Personen (73%).

Noch mehr Zeit verbringt die Bevölkerung mit Fernsehen. Durchschnittlich 134 Minuten täglich bei einer täglichen Reichweite von 65 Prozent . Damit hat sich der Fernsehkonsum im letzten Jahr nicht nur stabilisiert, sondern er steigt sogar leicht an. Mehr und mehr nehmen die Zuschauer dabei das Programm selbst in die Hand: Im vierten Quartal 2014 wurden bereits 8,4 Prozent des Fernsehkonsums in der Schweiz zeitversetzt konsumiert.
 

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