Tag der Pressefreiheit

51 Medienschaffende sind in den ersten vier Monaten dieses Jahres getötet worden. Das sind 24 Prozent mehr als in derselben Periode des Vorjahres, wie die Organisation Presseemblem-Kampagne (PEC) in Genf am Donnerstag mitteilte.

Anlässlich des Tages der Pressefreiheit vom kommenden Sonntag erklärte sich die Organisation besorgt über «neue sehr beunruhigende Bedrohungen, denen Medienschaffende ausgesetzt sind, wie gezielte Tötungen durch Terrorgruppen sowie Hacker-Attacken gegen Medien». PEC ist zudem alarmiert über die grosse Zahl von Medienschaffenden, die von Dschihadistengruppen getötet wurden. Von den insgesamt 51 getöteten Journalisten wurden 21 erschossen, darunter acht bei dem Terroranschlag gegen die Satirezeitschrift Charlie Hebdo in Paris am 7. Januar. Terrorgruppen gelang es auch, Medien mit Hacker-Angriffen lahmzulegen, wie den frankofonen Sender TV5Monde.

Mit 17 Opfern kamen am meisten Medienschaffende in den Kriegsgebieten im Nahen Osten und in Nordafrika ums Leben. Allein in Libyen, wo mehrere bewaffnete Gruppen um die Macht kämpfen, wurden acht Journalisten getötet. Im Jemen kamen seit der Zunahme der Kämpfe im März vier Medienschaffende ums Leben.

PEC ist auch besorgt über die Lage in der Ukraine. Von den vier Journalisten, die dort seit Januar ums Leben kamen, wurden drei gezielt getötet. In Zentralamerika (Mexiko, Guatemala und Honduras) hat sich die Lage nicht verbessert. Dort wurden seit Januar sechs Medienschaffende getötet. (SDA)

Teaserbild: PEC
 

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