Nur noch drei Bünde für den Tages-Anzeiger

Der Tages-Anzeiger wird ab Ende Juni nicht mehr vier, sondern nur noch drei Bünde umfassen. Die Anpassung ist unter anderem eine Folge der rückläufigen Werbeeinnahmen.

Dadurch seien die vier Bünde relativ dünn geworden, sagte Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer auf Anfrage. Tamedia reagiert mit der Anpassung des Tages-Anzeigers aber auch auf die stärkere Belegung ihres Zürcher Druckzentrums. Dort wird künftig nämlich auch die Neue Zürcher Zeitung gedruckt. «Es war also klar, dass wir die bisherigen
Produktionsabläufe überdenken mussten», sagte Zimmer.

Durch die Abspeckung auf drei Bünde kommt es beim Tagi zu einer Anpassung in der Seitenabfolge. Neu rückt die Wirtschaft in den ersten Bund vor. Redaktionelle Seiten werden laut Zimmer nicht abgebaut. Mit drei Bünden sei es aber auch viel besser möglich, aktuelle Schwerpunkte zu setzen. Der erste Bund umfasst neu die Ressorts Politik und Wirtschaft. Diese Veränderung widerspiegle die Entwicklung, dass wirtschaftliche und politische Themen enger verknüpft seien, schreibt Chefredaktor Res Strehle im Tages-Anzeiger vom Mittwoch. Im zweiten Bund soll die «Nähe zu Leserschaft und Region» im Vordergrund stehen. Er umfasst neu den Zürich- und den Sport-Teil. Im dritten Bund schliesslich werden Kultur, Gesellschaft und Wissen vereint und durch tägliche Serviceseiten ergänzt. Dieser Bund wird laut Strehle am Samstag zu einem Lesebund ausgebaut. Dabei will der Tages-Anzeiger auf die klassischen journalistischen Formate wie Interviews, Reportagen und Porträts setzen. (SDA)

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