20 Jahre Tele Bärn: Themenvielfalt und Promis

Tele Bärn  weist im Vergleich zu anderen Schweizer Regional-TV-Sendern eine grosse Themenvielfalt auf, ist aktuell und lässt viele Leute zu Wort kommen. Der Sender bringt aber überdurchschnittlich viele Promi-Geschichten und liegt bei der Sendungsvielfalt im Mittelfeld.

Das haben Analysen ergeben, welche Wissenschaftler der Universitäten Freiburg i. Ue. und Basel seit mehreren Jahren im Auftrag des Bundesamts für Kommunikation (Bakom) durchführen. Diese Untersuchungen unter der Leitung von Klaus Neumann-Braun dienen dem Bakom als Grundlage für den Entscheid, ob ein konzessionierter Regional-TV-Sender die Programmauflagen erfüllt. Auch über Verbrechen und Unfälle berichte Tele Bärn eher überdurchschnittlich, sagt einer dieser Wissenschaftler, Steffen Kolb. Er ist Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin und Lehrbeauftragter der Uni Basel.

Seit mehreren Jahren gehört Tele Bärn zur Regional-TV-Senderfamilie der AZ Medien. Zu dieser Familie gehören auch Tele M1 mit Standort Aarau und Tele Züri. Er habe den Eindruck, sagt Kolb, das merke man dem Tele Bärn – Angebot je länger, je mehr an. Noch fehle allerdings die Analyse für 2014, welche diesen Eindruck möglicherweise bestätige. Tele Bärn-Chefredaktor Adrian Grob sagt dazu, diese Kooperation der Sender mit gemeinsam produzierten Gefässen wie Talk-Sendungen sei aus finanziellen Gründen einfach notwendig. Der Berner Sender erhalte mitunter Reklamationen wegen zu viel «Züritüütsch». Es gebe aber auch Moderatoren, die so gut akzeptiert seien, dass deren Dialekt gar nicht wahrgenommen werde.

Die Kooperation habe auch andere Vorteile, etwa bei der Ausbildung von Nachwuchsjournalisten und beim Austausch von Sportsendungen. Rund 45 Personen besetzen derzeit bei TeleBärn etwa 35 Vollzeitstellen. Auf der Redaktion arbeiten 20 Personen. (SDA)

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