Neuer Bildband von Reporter ohne Grenzen

Reporter ohne Grenzen (ROG) Schweiz hat ein neues Album mit Bild- und Textreportagen herausgegeben. Es zeigt neben grossartiger journalistischer Arbeit auch, wie wichtig Informationsfreiheit ist.

Von der syrisch-türkischen Grenze über Nordkorea bis zur ukrainischen Revolution: Das Album «Reportagen für die Informationsfreiheit» erzählt in Bild und Wort Geschichten aus einer nicht-heilen Welt. Die Geschichte eines nordkoreanischen Gefangenen, der aus einem Arbeitslager entkommen konnte, steht beispielsweise Bildern eines normal wirkenden Alltags in Pjöngjang gegenüber. Zu starken Bildern vom Maidan-Platz findet sich ein Text des russischen Schriftstellers Michail Schischkin. Und zwei Reporter, die hinter die Klischees schauen, berichten vom Karneval in Haiti.

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Das Album enthält Bilder unter anderemvon Thomas Kern, Meinrad Schade, Pascal Mora und Anja Niedringhaus, Texte unter anderem von Arnaud Robert, Kurt Pelda und Christof Moser. Alle Autoren und Fotografen haben ROG Schweiz ihre Arbeiten zur Verfügung gestellt, selbstverständlich und grosszügig, wie es in einer Mitteilung heisst.

Neben der traditionellen Form des Journalismus – Text und Bild – zeigt der Band auch, was die neuen Medien bewirkt haben und bewirken. Und was sich Zensoren und Gegner der Informationsfreiheit ausdenken, um die freie Meinungsäusserung im Netz zu unterbinden. Er tut dies mit Auszügen aus dem ROG-Bericht «Feinde des Internets», unter anderem an den Beispielen von China, Indien und Grossbritannien. Ausserdem beleuchtet ein Artikel die speziellen Beziehungen zwischen der Schweiz und den USA in Zusammenhang mit dem NSA-Skandal.

«Les grands reportages pour la liberté de l’information/ Reportagen für die Informationsfreiheit» erscheint zweisprachig (französisch und deutsch) und umfasst rund 100 Seiten. Das Album wird via Buchhandel und Kioske vertrieben und kann unter Rsf-ch.ch bezogen werden. Es gehört zu den von ROG Schweiz herausgegebenen Bildbänden, mit deren Hilfe die Organisation für die Informationsfreiheit sensibilisieren will. Ausserdem machen die Erlöse aus dem Verkauf der Bände einen Drittel der Einnahmen von ROG Schweiz aus. Die Alben, insbesondere der vorliegende Band, demonstrieren gleichzeitig, was Journalismus leisten kann: den Blick der Öffentlichkeit auf die Welt mit ihren zum Teil «vergessenen» Konflikten zu lenken.
 

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