Suisa streitet seit zwei Jahren mit Energy

Energy Schweiz streitet mit der Musik-Verwertungsgesellschaft Suisa seit zwei Jahren um Urheberrechtsvergütungen. Energy-Geschäftsführer Dani Büchi weist weiterhin alle Vorwürfe von sich.

Suisa hat Energy Schweiz um rund 633'500 Franken betrieben. Suisa-Sprecher Giorgio Tebaldi bestätigt am Montag eine Meldung der Sonntagszeitung (Werbewoche.ch berichtete). Energy hat gegen die Betreibung Rechtsvorschlag erhoben. Anlass für den Streit sind laut Tebaldi die zu zahlenden Urheberrechtsbeiträge für Veranstaltungen wie «Stars for Free», das Open Air «Energy Open», «Energy Live Session» oder die «Energy Fashion Show», in der Musicacts auftreten. «Wir sind grundsätzlich der Ansicht, dass die Energy-Gruppe die Urheberrechtsbeiträge für diese Veranstaltungen bereits über die jährlichen Abgaben der Radios vergütet», teilte Dani Büchi, Geschäftsführer der Energy-Gruppe auf Anfrage mit. Das entspeche eigentlich der Usanz. Falls dies nicht der Fall sein sollte, seien aus Sicht von Energy die Annahmen der Suisa für die Berechnung der Abgaben falsch, beziehungsweise die Abgaben viel zu hoch angesetzt. Zudem habe Energy Kenntnis von vergleichbaren Veranstaltungen, an welche die Suisa abweichende und deutlich tiefere Massstäbe anlege.

Kein sofortiges Ende für Events

Laut Büchi ist es nicht so, dass wegen der Nachzahlung an die Suisa die Energy-Events ab sofort nicht mehr durchgeführt werden könnten. Die einzelnen Veranstaltungs-Budgets liessen aber ohne entsprechende Mehreinnahmen keinen solch substanziell höheren Ausgaben-Posten zu. Energy Schweiz erbringt zugunsten aller mit der Energy-Gruppe verbundenen Radiostationen verschiedene Dienstleistungen, darunter auch solche in Zusammenhang mit der Durchführung von Events. Bei allen Energy-Veranstaltungen können die Tickets nicht gekauft, sondern nur gewonnen werden. Die Qualifikation dieser Dienstleistungen und die Rolle der Energy Schweiz bei der Durchführung von Events sind laut Büchi Teil der laufenden Gespräche mit der Suisa. Die Musikverwertungsgesellschaft fordert bei Veranstaltern Urheberrechtsvergütungen ein, um den Komponisten, Autoren und Musikverlegern die ihnen zustehenden Tantiemen zukommen zu lassen. Energy Schweiz wird zu 100 Prozent von der Energy Schweiz Holding gehalten. Das Verlagshaus Ringier ist daran mit 65 Prozent beteiligt. 35 Prozent hält NRJ, das grösste private Radiounternehmen Europas mit Sitz in Paris. (SDA)

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