RTR: Erste Frau an der Spitze

RTR Radiotelevisiun Svizra Rumantscha in Chur hat eine neue Direktorin: Ladina Heimgartner. Die Bündnerin ist die erste Frau an der Spitze der kleinsten SRG-Unternehmenseinheit.

Heimgartner wurde auf Antrag des Regionalvorstands SRG.R vom Verwaltungsrat SRG SSR gewählt. Sie tritt den Direktorenposten am 1. August an. Derzeit leitet sie den Bereich Märkte und Qualität der Generaldirektion SRG in Bern. Als Direktorin wird Heimgartner auch Mitglied der SRG-Geschäftsleitung sein, wie die SRG am Donnerstag auf Presseportal.ch schreibt. Auf die Stellenausschreibung hätten sich mehrere qualifizierte Kandidierende beider Geschlechter gemeldet.

Die Wahl fiel einstimmig aus. Dies sagte Oscar Knapp, Präsident des Regionalvorstandes SRG.R, am Donnerstag gemäss SDA an der Medienorientierung in Chur sagte. Näher auf die anderen Kandidaturen könne aus Gründen des Personenschutzes nicht eingegangen werden. Er betonte aber, es sei «die Beste» gewählt worden.

Die Wahl ist sprachpolitisch offenbar nicht ganz unproblematisch. Dies wegen einer fehlenden regionalen Ausgewogenheit. Denn der Präsident der regionalen Trägerschaft SRG.R, der Chefredaktor von RTR und nun ebenfalls die Direktorin gehören zur Gruppe der Ladiner respektive Engadiner. Oscar Knapp sagte laut SDA dazu, für den RTR-Direktorenposten habe man nicht die Qualität opfern können, nur um ein regionales Problem zu lösen.

Ladina Heimgartner folgt auf Mariano Tschuor, der das Direktorium nach fünf Jahren abgibt. Er wechselt im Oktober nach Bern in die SRG-Generaldirektion. Dort übernimmt er die Leitung des Stabsbereichs Märkte und Qualität.

(Bild: Rtr.ch)

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