Reporter ohne Grenzen: Lage für Journalisten in Libyen bedrohlich

Die libyschen Behörden haben nach Informationen der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (RSF) einen Informations- Blackout über das nordafrikanische Land verhängt.

Ähnlich wie auch in Bahrain und Jemen sei die Lage sei für Journalisten zunehmend schwierig und auch bedrohlich. Internet- und Telefonleitungen würden immer wieder unterbrochen. Wörtlich heisst es gemäss SDA in einer in Paris veröffentlichten Erklärung: «Die Arbeit für Journalisten ist jetzt fast unmöglich; die wenigen ausländischen Korrespondenten, die schon vor der Krise in Libyen waren, stehen unter extrem scharfer Beobachtung und sind in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt.» Dennoch versuchten einige Berichterstatter, auf dem Landwege über die tunesische Grenze einzureisen. Der arabische TV-Sender Al- Dschasira beschuldigte den libyschen Geheimdienst, seit dem 20. Februar sein Sendesignal wie auch seine Website zu stören.

Auch andere arabische TV-Sender hätten ähnliche Probleme. Seit dem 18. Februar sei ein örtlicher Zeitungsjournalist verschwunden, der kurz zuvor mit Al- Dschasira über die Demonstrationen in der Stadt Benghasi gesprochen hatte. (SDA)
 

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