Bakom geht gegen Schleichwerbung vor

Das Bundesamt für Kommunikation Bakom hat gegen 18 TV-Stationen ein Aufsichtsverfahren gegen Schleichwerbung eröffnet.

Das Bundesamt für Kommunikation Bakom hat gegen 18 TV-Stationen ein Aufsichtsverfahren gegen Schleichwerbung eröffnet. In diesem Jahr wurden zehn nationale und sprachregionale und 13 lokale Stationen kontrolliert, worauf insgesamt 18 Aufsichtsverfahren eingeleitet wurden, meldet die Nachrichtenagentur SDA. Wie das Bakom an der Jahresmedienkonferenz am Mittwoch in Biel mitteilte, bleiben Viva Schweiz, U1 TV, das Tessiner Fernsehen TSI und Tele Tell ohne Verfahren. Für einen weiteren lokalen Sender ist die Auswertung noch im Gang. Visioniert wurden insgesamt 2800 Minuten Sendezeit, das entspricht knapp 47 Stunden. 1500 Minuten entfielen auf die nationalen und sprachregionalen Stationen, 1300 Minuten auf die 13 Lokalsender. Pro Station wurden zwei bis drei Sendegefässe ausgewählt, von welchen zwei bis vier Sendungen kontrolliert wurden. Die Sendungen wurden auf das einhalten der Bestimmungen zu Werbung und Sponsoring überprüft. Besonderes Augenmerk legten die Kontrolleure auf Werbung in redaktionellen Programmen, weil die das Publikum in die Irre führen könne und kommerzielle Einflüsse bei der Programmgestaltung nicht auszuschliessen seien, heisst es in der Mitteilung weiter. Bei der Hälfte der Verfahren geht es im engeren Sinn um Schleichwerbung, bei den übrigen mehrheitlich um fehlende und ungenügende Deklaration von Sponsoren. Bakom Direktor Martin sprach an der Pressekonferenz von einer heiklen Entwicklung. Die seit einigen Jahren feststellbare Tendenz zur Vermischung von redaktionellen Beiträgen und Werbung bleibe bestehen.
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