Berner Zeitung mit bezahlter redaktioneller Berichterstattung

Wie die NZZ am Sonntag berichtet, lässt sich die Berner Zeitung für Berichterstattung über Gesundheitsthemen von zwei Spitälern und einer Krankenkasse bezahlen.

Wie die NZZ am Sonntag berichtet, lässt sich die Berner Zeitung für Berichterstattung über Gesundheitsthemen von zwei Spitälern und einer Krankenkasse bezahlen. Seit dem 1. Mai publiziert die Berner Zeitung jeden zweiten Montag zwei Seiten zum Thema Gesundheit, die vom Inselspital, der Krankenkasse Visana und der Privatklinik Meiringen unterstützt sein sollen. Dies sei auf der Website des früheren Inselpital-Pressesprechers Bernhard Kummer nachzulesen; Kummer soll das Geschäft auch eingefädelt haben.
Laut Aussagen von Kummer und dem Geschäftsführer der Berner Zeitung, Albert P. Stäheli gegenüber der NZZ am Sonntag, bestehe die Medienpartnerschaft darin, dass die drei Partner Inserate und Publireportagen schalten und ihnen die Berner Zeitung dafür das geeignete publizistische Umfeld zusichere. Die Visana hingegen habe klipp und klar festgehalten, dass sie sich als Partner auch an den Kosten de redaktionellen Leistungen der Berner Zeitung beteilige.
Den Vorwurf der Intransparenz dieser Medienpartnerschaft weist Stäheli zurück. Inserate und Publireportagen würden gekennzeichnet und die Unabhängigkeit der Redaktion sei vertraglich klar geregelt. Partner könnten zwar Themen vorschlagen, entscheiden würde dann aber allein die Redaktion. Wie Peter Studer, Präsident des Presserats gegenüber der NZZ am Sonntag anführt, sei es aber ein Postulat der Lauterkeit, die Partnerschaft offenzulegen.
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