Deutschland testet Handy-TV

In Deutschland haben am Montag vier Mobilfunkbetreiber ein Pilotprojekt für Handy-TV gestartet. Ausgewählte Handy-Nutzer in Berlin, Hamburg, München und Hannover können bis Ende August 16 TV- und Radioprogramme auf ihren dafür geeigneten Handys empfangen.

In Deutschland haben am Montag vier Mobilfunkbetreiber ein Pilotprojekt für Handy-TV gestartet. Erstmals können ausgewählte Handy-Nutzer in Berlin, Hamburg, München und Hannover bis Ende August 16 TV- und Radioprogramme auf ihrem dafür geeigneten Handy empfangen. Genutzt wird dabei der Funkstandard DVB-H (digital Video Broadcasting Handheld). Nach der Einschätzung von RTL interactive werde sich DVB-H neben UMTS als mobiler Standard zur Übertragung von Fernsehbildern durchsetzen und Handy-TV in Deutschland zum Durchbruch verhelfen. Im Unterschied zu UMTS wird das Fernsehsignal 1:1 und ohne zeitliche Verzögerung ausgestrahlt.
Die kommerzielle Einführung von Handy-TV ist auf nächstes Jahr geplant, im Auge haben die Mobilfunkbetreiber T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus den Massenmarkt und nicht einen kleine Elite. Handy-Nutzer könnten dann für monatliche Kosten zwischen 5 und 15 Euro neben Fernsehprogrammen auch eigens produzierte TV-Dienste empfangen. Technisch ist der Empfang von bis zu 50 Programmen denkbar. Für den kommerziellen Betrieb wollen die vier Mobilfunkanbieter ein Konsortium bilden, das über eine digitale Plattform die Programme verteilen und das Sendenetz finanzieren soll. Nähere Angaben wurden am Montag allerdings keine gemacht.
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