Westschweizer Journalisten kritisieren PR-Tendenz der Medien

Über 500 Westschweizer Journalisten haben eine Petition unterzeichnet, deren Hauptforderung die klare Trennung von Werbung und redaktionellen Beiträgen ist.

Über 500 Westschweizer Journalisten haben eine Petition unterzeichnet, deren Hauptforderung die klare Trennung von Werbung und redaktionellen Beiträgen ist. In den letzten Jahren habe sich unter dem Druck rückläufiger Werbeeinnahmen die Grenze immer mehr verwischt, schreibt die Gruppe „Info en danger“ („Medien in Gefahr“) in einem Communiqué. Die Verleger hätten den Redaktionen immer grössere Konzessionen gegenüber den Werbekunden aufgezwungen und es gehe auch immer mehr um Unterhaltung und weniger um Information. Unabhängige und glaubwürdige Medienberichterstattung sei jedoch ein Grundrecht der Bürger und eine Pflicht für die Journalisten und die Verleger. So stehe es in der „Erklärung über die Rechte und Pflichten der Journalisten“.
Wie die Nachrichtenagentur SDA berichtet, beklagen sich die 556 Unterzeichnenden der Petition, dass in den letzten Jahren stetig die Redaktionsmittel zusammengestrichen worden seien. Für seriösen und glaubwürdigen Journalismus betriebne zu können, müssen die notwendigen Mittel bereitgestellt werden.
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