Facts im neuem Kleid erschienen

Das Nachrichtenmagazin Facts hat sich herausgeputzt und ist am Donnerstag im neuen Kleid erschienen.

Das Nachrichtenmagazin Facts hat sich herausgeputzt und ist am Donnerstag im neuen Kleid erschienen. Wie Chefredaktor Andreas Durisch im Editorial mitteilte, sei die Redaktion überzeugt, dass den Lesern das neue Facts schnell vertraut sein werde. Denn im Kern sei es das alte. Somit hat sich Facts zwar verändert, aber nur „auf den ersten Blick“: Mit einer neuen Gestaltung der Titelseite, neuen Schriften und einer neuen Architektur. Durisch, derzeit doppelter Chefredaktor von Facts und SonntagsZeitung schreibt weiter im Editorial, dass sich niemand auf Dauer der Macht des Faktischen entziehen könne. Deshalb sei der Titel Facts für das Magazin auch Programm. In der Titelgeschichte „100 Gründe, warum die Schweiz wieder strahlt“, werden dann aber weniger harte Facts als eher bunt Zusammengewürfeltes präsentiert. Im Ressort Schweiz, erfährt man neben einem Interview mit Doris Leuthard auch etwas über ihre „stille Hälfte“. Dann aber folgt der ausgebaute Teil Wirtschaft, prominenter platziert und auch eher dem Anspruch an harte Tatsachen gerecht werdend. Der anschliessende Wissens-Teil kommt mit den Hauptthemen Christoph Kolumbus und Elefanten in Afrika sehr auf der Magazinschiene daher und auch im nächsten Ressort Lebensart, das umfangmässig ausgebaut wurde und den bisherigen Kulturteil umfasst, differenziert sich Facts gegenüber anderen Wochentiteln nicht sonderlich. Auffällig allerdings ist die Behandlung der Auslandinformationen, die erst ab Seite 98 fast ganz am Schluss des Heftes stattfinden, knapp noch vor dem letzten Ressort Sport.
Abgesehen von der eher offensiven und gelungenen Gestaltung des Titelblatts bleibt der Überraschungseffekt des neu gestalteten Hefts allerdings gering. Die angekündigte bessere Leserführung funktioniert zwar einwandfrei, dennoch überwiegt der Eindruck, dass die auch mit einer aufwändigen Werbekampagne gestützte Botschaft „Ich will Facts“ nicht ganz eingelöst worden ist. Auch wenn die erste Ausgabe des Magazins von der Werbewirtschaft gut beachtet wurde, der Kampf um die Aufmerksamkeit der Leserschaft und der Werbewirtschaft dürfte hart bleiben.
Kathrin Fischer
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