Bakom startet Konsultation zu Léman Bleu

Der Markt soll sich zur geplanten Mehrheitsbeteiligung der Stadt Genf äussern.

Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom)
startet eine öffentliche Konsultation zur Beteiligung der Stadt Genf am
Lokal-TV Léman Bleu. Dabei geht es um die geplante Übernahme von rund 8
% der Aktien – zurzeit im Besitz der Cablecom – durch den
Kabelnetzbetreiber TéléGenève (TG), wie Yann Lehmans vom Bakom
gegenüber der Werbewoche erläuterte. Durch diesen Handel würde die
Stadt Genf indirekt Mehrheitseignerin des Senders, was das Bakom als
Verstoss gegen die verfassungsmässig garantierte Unabhängigkeit von
Radio und TV wertet. Die Stadt besitzt bereits 15 % an Léman Bleu und
eine Mehrheit an TG, das seinerseits schon über rund 30 % am
Lokalfernsehen verfügt.
Das Bakom sammelt nun Kommentare anderer Marktteilnehmer und wird sie
im zweiten Schritt an Léman Bleu weiterleiten, damit der Sender dazu
Stellung nehmen kann. Das ganze Dossier geht dann ans Departement Uvek.
Mit einem Entscheid von Bundesrat Moritz Leuenberger ist laut Lehmans
erst in zwei oder drei Monaten zur rechnen. Danach stünde Léman Bleu
der Beschwerdeweg offen.
Nicht Bestandteil der Konsultation ist die geplante Beteiligung der
Investoren Philippe Hersant und Stéphane Barbier-Mueller an der Genfer
TV-Station. Gemäss Lehmans ist dafür noch gar kein Gesuch beim Bakom
eingegangen.

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