Black Friday und Weihnachten schüren hohe Rabatt-Erwartungen

Der Black Friday wird laut einer Studie des Prospekte-App-Anbieters Profital auch dieses Jahr rege genutzt: 79 Prozent der Befragten beabsichtigen, von den Sonderangeboten zu profitieren.

Black Friday RabattDie geplanten Ausgaben sind für den Black Friday mit 200 bis 299 Franken gross – doch das gilt auch für die Ansprüche an die Rabatte: Mehr als ein Drittel erwartet Preisermässigungen von mindestens 50 Prozent.

Rabatte spielen auch an Weihnachten eine immer grössere Rolle: 69 Prozent achten beim Geschenkekauf auf Sonderangebote oder lassen sich gar von ihnen inspirieren. Für den Handel bedeutet dies, attraktive Weihnachtsangebote zu schalten, denn der Grossteil hat bereits mit dem Kauf von Geschenken begonnen.

Black Friday: Die grosse Mehrheit geht auf Schnäppchenjagd

Der Black Friday hat sich fest im Shoppingkalender etabliert und geniesst fast den gleich hohen Bekanntheitsgrad wie Weihnachten: 94 Prozent kennen den Black Friday, der dieses Jahr am 26. November stattfinden wird. Dies zeigt die schweizweite Umfrage unter 6881 Nutzer:innern. Vier von fünf Befragten planen, selbst von den Sonderangeboten zu profitieren. Dabei gilt: Je jünger, desto grösser das Kaufinteresse – bei den 18- bis 24-Jährigen liegt es sogar bei 90% Prozent. Im Fokus stehen Kleidung, Schuhe und Accessoires (72%), Elektrogeräte (60%) sowie Möbel und Einrichtungsgegenstände (40%).

Schweizer Detailhandel darf mit hohen Umsätzen rechnen

Die grosse Kauflust dürfte die Umsätze ordentlich ankurbeln. Der Median des Black-Friday-Budgets liegt bei 200-299 Franken, 19 Prozent planen sogar Ausgaben von über 500 Franken. Bei Männern sitzt das Portemonnaie etwas lockerer als bei Frauen: 47 Prozent planen Ausgaben von über 300 Franken, bei den Frauen sind es 31 Prozent. «Der Black Friday wird somit deutlich umsatzstärker ausfallen als der in der Schweiz noch etwas weniger bekannte Singles Day, an welchem die Medianausgaben 100-199 Franken betragen», so Profital-Geschäftsführer Raphael Thommen.

Interessant ist auch der Stellenwert, den Käufer:innen dem Black Friday zumessen: Für 46 Prozent ist er unverändert wichtig, doch 41 Prozent geben an, dass der Shoppingtag wichtiger geworden sei. Damit einher geht jedoch auch eine hohe Erwartungshaltung: Für über ein Drittel (38%) sind Rabatte erst ab 50 Prozent attraktiv, ein Fünftel erwartet sogar mindestens Preisermässigungen von 70 Prozent. «Mit steigender Bekanntheit des Black Friday wächst bei den Konsument:innen auch der Anspruch an die Angebote», sagt Thommen. «Ein Gegentrend zum Shoppingtag ist ebenfalls beobachtbar: Gewisse Unternehmen beteiligen sich explizit nicht mehr am Black Friday oder veranstalten gar einen Green Friday zugunsten der Nachhaltigkeit.»

Das Budget für Weihnachtsgeschenke bleibt im Vergleich zum Vorjahr unverändert

Der Detailhandel warnt vor möglichen Lieferengpässen im diesjährigen Weihnachtsgeschäft. Glücklicherweise werden Geschenke in der Schweiz sowieso frühzeitig gekauft: Knapp ein Viertel hat bereits mit dem Einkauf von Weihnachtsgeschenken begonnen. 27 Prozent beginnen noch im November, 29 Prozent Anfang Dezember – und nur 9 Prozent warten bis kurz vor Weihnachten. Gar keine Geschenke machen 13 Prozent. Trotz der teilweise wirtschaftlich angespannten Situation hat sich das Weihnachtsbudget kaum verändert: Im Durchschnitt werden wie im Vorjahr sechs Geschenke gekauft. 58 Prozent geben mehr als 50 Franken pro Geschenk aus, bei 29 Prozent sind es über 100 Franken. Insgesamt also zwischen 300 und 600 Franken.

Retail-Marketing-Experte Raphael Thommen.

Was die Studie ebenfalls zeigt: Aktionen werden auch an Weihnachten immer wichtiger. 69 Prozent achten beim Geschenkekauf auf Vergünstigungen oder lassen sich gerne von Sonderangeboten inspirieren. «Die Freude bei Käufer:innen ist doppelt so gross, wenn ein passendes Geschenk gefunden wird, das zudem noch eine eigene Belohnung in Form eines Rabatts abwirft», so der Retail-Marketing-Experte Raphael Thommen.

Für die Studie befragt wurden 6881 Nutzer:innen der Profital-App in der ganzen Schweiz. Die Onlinebefragung fand zwischen dem 4. und 8. November 2021 statt.

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