Sunrise UPC erhält komplett neuen Auftritt von Thjnk und Rufus Leonard

Das fusionierte Telekomunternehmen Sunrise UPC schreitet mit seiner Integration weiter voran. Sunrise wird zur Hauptmarke des Konzerns – mit neuem Auftritt, erstellt von den Agenturen Thjnk und Rufus Leonard. Der Brand UPC wird «beerdigt».

Rufus Leonard
Das neue Keyvisual mit dem Logo «Aurora».

Die Fusion von Sunrise und UPC Ende 2020 war die Elefantenhochzeit in der Schweizer Telekombranche. Damals übernahm Liberty Global – die Muttergesellschaft von UPC –Sunrise. Trotzdem setzt das neue Unternehmen Sunrise UPC ab 23. Mai 2022 als Marke nun wieder primär auf Sunrise.

Abschied von der Marke UPC

Bestehende UPC-Kundinnen und -Kunden erhielten ihre bisherigen Produkte und Dienstleistungen weiter unter der Marke UPC. Schritt für Schritt sollen diese Kunden jedoch auch zu den neuen Sunrise-Produkten migriert werden, führte das Management aus. Die Marke UPC wird somit längerfristig verschwinden und nicht mehr weitergeführt Zumindest vorerst soll das Unternehmen aber weiterhin nicht nur Sunrise, sondern noch Sunrise UPC heissen. «Sollte sich das ändern, dann werden wir zu gegebener Zeit darüber informieren», sagte CEO Krause.

Neues Markendesign von Thjnk

Mit dem Fokus auf Sunrise lanciert der Telekomkonzern ab Montag auch eine Neupositionierung inklusive neuem Markendesign – mit neuem Symbol und neuen Werten. Für die Markenkommunikation ist Thjnk Zürich verantwortlich. Die Agentur konnte sich in einem mehrstufigen Pitch gegen die Konkurrenz durchsetzen. Die neue Brand Identity wurde von der Londoner Design- und Technologie-Agentur Rufus Leonard entwickelt.

Neuer Claim «Dream big. Do big.»

Sunrise will mehr sein als ein Telekommunikationsanbieter – die Marke soll Menschen inspirieren und ermutigen ihre Träume zu verwirklichen. Denn mit positiver Energie und vernetzten Lösungen sei alles möglich. Das soll auch der neue Markenclaim mit dem Wortlaut «Dream big. Do big.» vermitteln.

Diese Haltung kommt in der mehrstufigen Funnel-Kampagne über alle Werbemittel zum Tragen. In einem 60-sekündigen Manifest-Film zelebriert man ganz bewusst die Ups and Downs des Lebens. Und zeigt Menschen, die an ihrem Traum und ihrem grossen Vorhaben festhalten, auch wenn es mal Gegenwind gibt. Menschen, die positiv bleiben, immer weitermachen und niemals aufgeben – sie sind es, die die Haltung von Sunrise in sich tragen. Zu ihnen gehören auch Skistar Marco Odermatt oder Tennisikone Roger Federer. Musikalisch begleitet wird der Film von einer Cover-Version des Police-Songs «Every little thing she does is magic», interpretiert von Sleeping at last.

Appell nach aussen und innen

Der neue Markenclaim und die auffordernden Botschaften wenden sich nicht nur an die Kundinnen und Kunden von Sunrise, sondern explizit auch an alle Mitarbeitenden. «Gerade nach einem solch grossen Zusammenschluss, ist es wichtig, dass alle Mitarbeitenden auf einer gemeinsamen Vision und Mission aufbauen können.», meint Andreas Caluori, Senior Director Brand & Marcoms bei Sunrise.

Rebranding aus London

Die vielfach ausgezeichnete Design- und Technologie-Agentur Rufus Leonard aus London hat für die überarbeitete Positionierung ein komplettes Redesign entworfen. Dazu gehört eine neue Markenidentität, das animierte neue Logo, die «Aurora», die einen Sonnenaufgang anmutet und immer auf einer Horizontlinie gelegt wird, die Definition der Bildwelt, Co-Branding Prinzipien, Brand Guidelines, POS Konzept sowie Icons.

Marke UPC wird beerdigt

Bestehende UPC Kundinnen und Kunden erhielten ihre bisherigen Produkte und Dienstleistungen weiter unter der Marke UPC. Schritt für Schritt sollen diese Kunden jedoch auch zu den neuen Sunrise-Produkten migriert werden, führte das Management aus. Die Marke UPC wird somit längerfristig verschwinden und nicht mehr weitergeführt.

Zumindest vorerst soll das Unternehmen aber weiterhin nicht nur Sunrise, sondern noch Sunrise UPC heissen. «Sollte sich das ändern, dann werden wir zu gegebener Zeit darüber informieren», sagte CEO Krause.

«Wir erreichen den wichtigsten Meilenstein in der Integration von Sunrise UPC», wird CEO André Krause in dem Communiqué zu den Neuerungen zitiert. An der Pressekonferenz sagte er ergänzend: «Wir haben hart trainiert und Muskeln aufgebaut in den letzten Jahren.» Nun sei man für die Zukunft bereit.

Neue Up-Abo-Familie

Unter dem Namen «Sunrise Up» lanciert Sunrise UPC ausserdem auch erste integrierte Abos, die auf die Marke Sunrise setzen. Das Prinzip dabei ist einfach: Kombinieren die Kunden Mobilfunk, Internet und TV, so erhalten sie zusätzliche Rabatte. Sie belaufen sich je nach Wahl auf Werte von 20 bis 100 Franken monatlich.

Moneyland: «Sunrise immer noch teurer als Swisscom»

Von den neuen Preisen profitieren aber besonders Personen, die aktuell die teuersten Handy-Abos von Sunrise nutzten: «Up Mobile L» und «Up Mobile XL» kosten neu beide je 11 Franken pro Monat weniger als bisher, teilt der Vergleichsdienst Moneyland mit.

Der von Moneyland durchgeführte Preisvergleich mit Branchenprimus Swisscom zeigt, dass Sunrise mit den neuen Handy-Abos jeweils leicht günstiger ist. «Bisher waren Sunrise und Swisscom praktisch gleich teuer», erklärte Moneyland-Telekomexperte Ralf Beyeler.

Insgesamt, so das Fazit des Vergleichsdiensts, bleibt Sunrise im Vergleich mit anderen Anbietern für die Kundinnen und Kunden teuer. «Sunrise ist zwar günstiger als bisher, aber immer noch einer der teuersten Anbieter», heisst es konkret.

Partnerschaft mit Netflix

Beim Fernsehangebot ist Sunrise derweil eine Partnerschaft mit dem Streaming-Anbieter Netflix eingegangen. Kunden erhalten somit bei den teureren Angeboten das Film und Serien-Angebot des US-Anbieters in einem Kombitarif gleich mitgeliefert, ein separates Abo ist nicht mehr notwendig. Daneben spannt Sunrise UPC beim Streaming aber bekanntlich auch mit CH Media zusammen. Der Schweizer Streamingdienst Oneplus des Aargauer Medienhauses ist in seiner Sunrise-Edition ist in den meisten TV-Abos inbegriffen.

Positionierung im höheren Preissegment

Mit «Sunrise Up» will sich der Konzern übrigens klar im höherpreisigen Segment positionieren – und somit den Platzhirsch Swisscom konkurrenzieren. Die eher preissensiblen Kunden sollen hingegen mit der Marke Yallo erreicht werden.

Diese wurde unlängst zu einem vollwertigen Telekom-Provider mit TV, Mobilfunk und Internet ausgebaut. Ihr Angebot richte sich somit primär gegen die Billigmarke Wingo der Swisscom oder gegen die Produkte von Salt. (sda/csi)


Verantwortlich bei Sunrise UPC: Andreas Caluori (Senior Director Brand Development and Consumer Marketing), Anna Leutar (Head of ATL & Brand Campaigning), Andreas Jäggi (Marketing Manager), Graziella Gut (Brand Manager). Verantwortlich bei Thjnk Zürich: Alexander Jaggy, Pablo Schencke (GF Kreation), Lukas Amgwerd, Anna-Fiona Geller, Johannes Gorsboth (Text), Lukas Frischknecht, Mieke Haase, Alexander Müsgens, Fabian Esslinger, Silvia Meierhofer, Raymi Mendoza, Leorah Uhricek, Jozy Jeanguenin, Stefan Kaetz, Felix Hackmann (Art Direction), Gordon Nemitz (GF Strategie) Fabienne Peyer (Strategie), Andrea Bison (GF Beratung) Claudia Ziltener, Michaela Bossard, Cornelia Nünlist, Jennifer Vogel, Linda Zaugg, Marcella Corti, Jochen Hennecke (Beratung) Thomas Nabbefeld, Axel Doepner, Laura Früchtenicht (FFF), Marc Seibert, Guido Block (Thjnk 24/7). Externe Partner: Film: Stories mit William Armstrong (Director), Cezary Zacherewicz (DoP), Michèle Seligmann (Executive Producer ), Jürgen Krause (Producer), Karina Kirschner (Line Producer ), Edoardo Moruzzi (Head of Postproduction), Peter Scherz delighted gmbh (Art Department CH), Birdviewpicture GmbH (Drone), Ester de Udaeta (Producer Spain Western), Iain Whitewright (Editor), Paul Yacono The Mill, Los Angeles (Color Grading), Denis Kretz (VFX), Jingle Jungle Tonstudios (Sound Design Manifestofilm / Audiopostproduction). Fotografie: David Daub (Wildfoxrunning und Lina Baumann), Tina Luther (Ströver). Verantwortliche Brandingagentur: Rufus Leonard (Neil Svensen, Carlo D’Alanno, Natalie Bennett, Rita Branco, Philippa Todhunter, Richard Warren, Carolyn Cox, Barbora Breckova) Verantwortliche Mediaagenturen: Mediatonic: Marco Rose, David Hoesli, Cédric Zwicky. Sir Mary: Kevin Schälchlin (Media Consultant), Marion Nicolaus (Head of Media Operations & Intelligence), Eticus Rozas (AdTech & Data Manager), Fabian Habisreutinger (Strategy Director Media). Umsetzung: RTK

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