Nestlé kann die Katzenfuttermarke Gourmet nicht schützen

Nestlé ist vor dem Bundesverwaltungsgericht gescheitert. Das Katzenfutterlogo ist zu wenig einzigartig.

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Die Tierfuttersparte gehört zu Nestlés Wachstumsmärkten. Bereits jeder achte Franken des jährlichen 91,4-Milliarden-Umsatzes wird mit Nahrungsmittel für unsere vierbeinigen Mitbewohner erwirtschaftet. Die Konkurrenz aus dem Hause Mars (Whiskas, Sheba, Cesar) ist noch mächtig, jedoch will der globale Multi aus Vevey Boden auf sie gut machen.

Einen Rückschlag hat Nestlé dabei im Markenrecht erlitten. Wie die Schweiz am Wochenende in ihrer aktuellen Ausgabe schreibt, wollte das Unternehmen das überarbeitete Gourmet-Logo im schweizerischen Markenregister eintragen lassen. Das Eidgenössische Institut für geistiges Eigentum (IGE) wies den Schutzanspruch jedoch zurück. Ein drei Jahre dauernder Rechtsstreit folgte, das Bundesverwaltungsgericht bestätigte nun die Einschätzung des IGE: Das Gourmet-Logo gilt als zu wenig einzigartig, um es markenrechtlich schützen zu können.

 

Weiterzug an Bundesgericht möglich

Gegenüber der Schweiz am Wochenende sagt eine Nestlé-Sprecherin, man nehme den Entscheid zur Kenntnis. Ob ihn akzeptiere oder ans Bundesgericht in Lausanne weiterziehen will, liess sie hingegen offen. Der Entscheid habe aber keine Auswirkung auf die bestehenden Rechte und an der Nutzung der Marke in der Schweiz und Europa.

Die Marke Gourmet existiert seit über 30 Jahren und gehört heute zu Nestlés Tierfuttermarke Purina. Gourmet wird in über 40 Ländern verkauft. Nestlé sieht im Tierfutterbereich noch viel Potential. Vor einem Jahr kaufte der Konzern etwa die Mehrheit am Online-Unternehmen Tails.com, das sich auf personalisierte Tiernahrung spezialisiert hat. Wer ein Profil seines Hundes anlegt, kann sich einen auf ihn abgestimmten Ernährungsplan zusammenstellen (Grösse, Gewicht, Rasse etc.).

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