Bergbahnen Crans-Montana treten aus Tourismusverein aus

In der Walliser Tourismusdestination Crans-Montana hängt einmal mehr der Haussegen schief. Die Bergbahngesellschaft Crans-Montana-Aminona (CMA) tritt mit mit sofortiger Wirkung aus dem Tourismusverein CMTC (Crans-Montana Tourisme et Congrès) aus.

cransmontana

Die Unternehmensgruppe CMA, zu der die Bergbahnen gehören, prangert Missstände im Verein an und klagt über Probleme mit dem Vorstand der Tourismusförderung, wie es in einer Medienmitteilung vom Donnerstag heisst. Sie erwägt die Gründung einer neuen unabhängigen Tourismusorganisation.

CMTC und die Gemeinde Crans-Montana weisen die Vorwürfe zurück. CMTC-Direktor Bruno Huggler sagte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage, dass innerhalb des Komitees ein gutes Verständnis und eine «sehr gute Zusammenarbeit» mit dem Chef der Bergbahnen (CMA SA), einem Mitglied der CMA-Gruppe, herrsche.

Die Gemeinden, CMTC und die CMA-Gruppe würden seit einigen Monaten an einer globalen Strategie für die Tourismusdestination bis 2030. arbeiten – dies «zur Zufriedenheit aller Mitglieder, einschliesslich der CMA, die die gemeinsam definierte Strategie validiert und unterzeichnet hat», sagte Huggler.

Es fehle jedoch ein offener und konstruktiver Dialog mit dem Verwaltungsratspräsidenten der CMA-Gruppe, Philippe Magistretti, fuhr er fort. Magistretti ist die rechte Hand des tschechischen Investors Radovan Vitek, Mehrheitsaktionär von CMA.

Die Beziehungen zwischen dem CMA-Präsidenten und dem Tourismusbüro hätten sich verschlechtert, nachdem die Gruppe im April 2018 wegen eines Streits um 800’000 Franken mit der Gemeinde bei besten Schneeverhältnissen die Pisten des Skigebietes schliessen liess.

 

Rücktrittsforderung gestellt

Magistretti sprach gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA von einem Vertrauensverlust in den CMTC-Direktor, der seiner Meinung nach nicht mit dem notwendigen Engagement arbeite und dessen Rücktritt er fordere. Er sei offen für weitere Diskussionen und hoffe, dass sie erfolgreich sein würden.

Auf die Frage, warum er keinen Dialog geführt habe, bevor er die Probleme an die Öffentlichkeit brachte, sagte der CMA-Präsident, er habe genug kommuniziert und gewarnt – ohne Erfolg. (SDA)

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