Grüsse aus dem Homeoffice – Folge 5: Roman Reichelt, Credit Suisse

Roman Reichelt, Marketingchef der Credit Suisse, öffnet in der fünften Folge der Serie «Grüsse aus dem Homeoffice» die Türen zu seinem neuen Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden.

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Roman Reichelt ist Marketingchef der Credit Suisse (Schweiz). Damit ist der 37-Jährige zuständig für alle Marketinginitiativen, Werbekampagnen, Events oder Sponsoringauftritte der Schweizer Universalbank. Ebenso liegt das Thema Digital, Content & Data Marketing in seinem Bereich. Zuvor war er mehr als neun Jahre in leitenden Funktionen im Marketing der Migros tätig, die letzten Jahre in Gesamtverantwortung.

 

Werbewoche.ch: Seit wann befinden Sie sich im Homeoffice?

Roman Reichelt: Wir arbeiten bereits seit zwei Wochen in sogenannten «split operations», also jeweils eine Hälfte des Teams ist im richtigen, die andere im Homeoffice. Seit Dienstag, den 17. März sind wir aber alle zuhause.

 

Hatten Sie bei der Einrichtung Ihres Arbeitsplatzes mit technischen Problemen zu kämpfen?

Nein. Die Credit Suisse ist über viele Büros verteilt und Skype-Konferenzen gehören so oder so zu unserem Alltag.

 

Wo haben Sie sich eingerichtet?

Ich habe das Glück, dass wir ein Arbeits- und Gästezimmer haben. Ehrlicherweise war das bisher eher Zweiteres. Das Zimmer ist hell, hat Aussicht und Sonne. Es hätte schlimmer kommen können.

Das Coronavirus hat die Gesellschaft fest im Griff. Wer zuhause bleiben kann, bleibt zuhause. Auch die Werbe- und Kommunikationsbranche verlagert den Betrieb grossflächig ins Homeoffice. Mit der Serie «Grüsse aus dem Homeoffice» beleuchtet Werbewoche.ch den Berufsalltag in den heimischen vier Wänden.

Bisher erschienen:

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Was benötigen Sie alles, um Ihrer Tätigkeit nachgehen zu können?

Kaffee (lacht). Und natürlich: meinen Laptop, ein Headset und eine stabile Swisscom-Verbindung. Ausserdem viele weisse Blätter, um Ideen und Zusammenhänge zu skizzieren und zu ordnen. Aus Sicherheitsgründen kann ich übrigens nicht auf meinem privaten Computer arbeiten, sondern bearbeite alles schön abgegrenzt auf meinem gesicherten CS-Laptop.

 

Ist es schwierig, sich genügend abzugrenzen, wenn die Kinder zuhause sind?

Nein, da mein Arbeitsalltag zu zwei Drittel aus Telefonaten besteht, bin ich da recht eindeutig, wann ich nicht verfügbar bin. Meinen kleinen Sohn kann ich dafür in jeder Kaffee- und Mittagspause auf den Arm nehmen – ein absolutes emotionales Plus.

 

Haben Sie Homeoffice-Erfahrung oder handelt es sich um eine Premiere?

Ich habe das bisher nur selten in Anspruch genommen. Ich bin lieber unter Menschen.

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Aufgrund der ersten Erfahrungen: Welche Prozesse gestalten sich im Vergleich zum normalen Büroalltag schwierig?

Meine Leute wissen und fürchten, dass ich häufiger aufstehe und ans Whiteboard male. So sortiere ich meistens Gedanken oder Diskussionen. Jetzt verschicke ich Fotos von diesen Kritzeleien oder muss am Telefon sprachlich präziser sein.

 

Welche Arbeiten klappen problemlos?

Eigentlich sonst alles.

 

Gibt es etwas, was allein sogar einfacher oder produktiver funktioniert?

Besprechungen intensiv vorbereiten. Während man im Büro häufig unterbrochen wird, kann man zuhause länger am Stück Dokumente studieren.

 

Sollte die Homeoffice-Phase länger dauern: Was tun Sie dagegen, dass Ihnen nicht die Decke auf den Kopf fällt?

Das passiert schon nicht. Allem im Leben kann der Optimist etwas abgewinnen. Ganz gemäss den beiden Figuren, die es eher zufällig auf meinen Schreibtisch geschafft haben: ein Super Mario, der für Lebensfreude steht, und ein alter Nano von der Migros, der zwar etwas grumpy daherkommt, mich aber ebenfalls zum Lachen bringt (lacht).

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Was vermissen Sie am meisten am physischen Büroalltag?

Das, was ich am meisten liebe: Menschen.

 

Bekanntlich hat alles auch seine positiven Seiten. Was ist es in Ihrer aktuellen Homeoffice-Situation?

Wie gesagt: besser geeignet für grundsätzliche strategische Fragestellungen und Vorbereitungsarbeiten. Aber ich würde das ohne zu zögern wieder eintauschen gegen physische Workshops, Spässe und Diskussionen mit meinem Team.

 

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