ADC Switzerland kürt den besten deutschen Werbetext aller Zeiten

Im Juni hatte der ADC Switzerland eine Shortlist mit 27 Werbetexten veröffentlicht und die Leser:innen der Handelszeitung jurieren lassen. Vier Wochen und 300 Stimmen später wurden Texte von SwissLife, BAG und IWC an die Spitze gewählt.

WerbetextDas Ergebnis fiel denkbar knapp aus: Gewonnen hat mit hauchdünnem Vorsprung der Text: «Ich möchte niemals Kinder sind für mich das Grösste» für die «Das Leben ist voller Wendungen»-Vorsorgekampagne von SwissLife aus dem Jahr 2011, umgesetzt von Spillmann Felser Leo Burnett. Auf Rang 2 folgt «Ohne Dings kein Bums» für die Stop-Aids-Kampagne vom BAG aus dem Jahr 1997, für die cR Basel verantwortlich zeichnete. Auf Rang 3 landet «Der Uhr» von Wirz für IWC aus dem Jahr 1999.

«Wir wollten an die hohe Kunst des Textens erinnern. Und der Wettbewerb hat gezeigt, dass grandiose Texte nach wie vor bedeutsam sind und begeistern», so Thomas Wildberger, Jury-Chairman der ADC Awards. «Es war schön zu beobachten, wie sich die Leute engagiert haben und dass viele Sujets, die wir täglich aus der Shortlist in den sozialen Medien gepostet haben, spannende, leidenschaftliche und auch kontroverse Diskussionen ausgelöst haben. Für mich persönlich hätte fast jeder der Vorschläge gewinnen können, aber dass Swiss Life am Ende einen Tick vor den anderen lag, überrascht mich nicht. Der Wendesatz hat sozusagen eine neue Kategorie des Schreibens begründet. Es ist eine Jahrhundert-Idee, die nicht wiederholt werden kann. Die brillante Text-Mechanik ist imstande, auch ohne Bild unterhaltsame und emotionale Geschichten zu erzählen. Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten auf Agentur- und Kundenseite. Ihr gewinnt zwar keinen Würfel, dürft euch aber nun zu Recht Queen oder King of Copy nennen.»

Einer, der damals auf Agenturseite mit dabei war, ist der Freelancer Thomas Schöb. Auf die Frage, wie die SwissLife-Kampagne damals entstanden ist, antwortet er: «Wenn man auf den Schulterblick verzichtet, wenn man nur eine einzige Idee präsentiert, wenn man der Intelligenz, dem Humor und der Vorstellungskraft des Zielpublikums vertraut, wenn man Emotionalität nicht mit der Abbildung glücklicher Menschen verwechselt, dann können richtig gute Schlagzeilen entstehen».

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Zur Shortlist mit allen Vorschlägen.

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