David Schärer ist «Werber des Jahres 2021/22»

Die Jury und das Online-Voting haben entschieden: David Schärer, Mitgründer von Rod Kommunikation, ist «Werber des Jahres 2021/22». Der Kommunikationsprofi folgt auf Martin Walthert, CMO bei Digitec Galaxus. Der «Egon» wurde dem Werber im Rahmen einer intimen Award Night am Dienstagabend an Bord der MS Wadin auf dem Zürichsee überreicht.

Bei der vierten Nominierung hat es geklappt: David Schärer hält den «Egon» in seinen Händen. (Bild: Chris Reist)

«Schweizer Meister im Generieren von Aufmerksamkeit» und «Strippenzieher» wird er genannt, sich selbst bezeichnet er als «Spin-Doctor»: In einer bis zur letzten Sekunde spannenden Wahl setzte sich David Schärer, Gründungspartner von Rod Kommunikation, gegen die Mitnominierten Andrea Bison, Thjnk Zürich, und Maurizio Rugghia, Sir Mary, durch.

Bereits 2012, 2017 und 2019 war der Werber für die wichtigste Personenauszeichnung der Schweizer Kreativbranche nominiert, konnte bislang das Rennen jedoch knapp nicht für sich entscheiden. Beim vierten Mal wird der gebürtige Basler nun endlich belohnt.

Intime Preisverleihung mit Schutzkonzept

Der neue «Werber des Jahres» durfte seine wohlverdiente «Egon»-Statue am 30. November im Rahmen einer intimen Preisverleihung auf dem Zürichsee vor knapp 50 Persönlichkeiten aus der Kreativbranche entgegennehmen. Sein Vorgänger, der «Werber des Jahres 2020» Martin Walthert, würdigte ihn mit einer Laudatio. Die Laudatio von BAG-Projektkollege Adrian Kammer, der nicht selbst nicht anwesend sein konnte, las stellvertretend die Chefredaktorin Anna Kohler vor: «In Jugendjahren warst du Punk. Ich glaube, der Punk in dir lebt immer noch. Natürlich, er ist erwachsen geworden. Doch ein Bewegter und Bewegender ist er noch immer.»

Punk im Herzen

Schon in jungen Jahren von legendären Kampagnen wie «Stop Aids» fasziniert, begann Schärer eine Ausbildung in der Schule für Gestaltung und fand so seinen Weg in die Kommunikation. Nach einer Station als PR-Leiter bei Jung von Matt Limmat, wo er seine späteren Agenturpartner kennenlernte, gründet er 2007 Rod Kommunikation, zusammen mit Regular Bührer und Oliver Fennel. Ende 2019 wird Rod Kommunikation Teil der Agentur Farner – Schärer, Bührer und Pablo Koerfer, in der Zwischenzeit Geschäftsführer, werden Partner.

Die Kampagne zur Pandemie

Rod Kommunikation hat in den 14 Jahren viele prägende Kampagnen kreiert. Das vermutlich grösste Projekt folgt aber im Frühjahr 2020: Die Pandemie-Kampagne für das Bundesamt für Gesundheit BAG – eine Herkulesaufgabe, die viel Fingerspitzengefühl und gleichzeitig eine dicke Haut erfordert. Eineinhalb Jahre und viele Teilkampagnen später kann gesagt werden: Die Agentur hat ganze Arbeit geleistet. Und Schärer war immer vorne dabei. Dieser Meinung ist auch Kammer vom BAG. Der frischgebackene «Werber des Jahres» hätte das Bestmögliche aus jedem investierten Steuerfranken rausgeholt, auch wenn er es dem Auftraggeber nicht immer einfach gemacht habe. «Immer wieder konfrontierst du, hakst nach, bohrst tiefer. Ja, lieber David, du verdienst dir den Titel ‹Werber des Jahres› auch dank deines Muts, zuweilen eine Zumutung zu sein», so der BAG-Kampagnenleiter in seiner Laudatio.

Weitere Links:

  • Das Porträt zur Nomination von David Schärer finden Sie hier.
  • Das Porträt des frisch gewählten «Werber des Jahres» finden sie hier.
  • Die Liste aller bisherigen «Werber*innen des Jahres» finden Sie hier.
  • Den «Off The Record»-Podcast mit den diesjährigen Nominierten finden Sie hier.
  • Interview mit David Schärer zur Übernahme von Rod durch Farner (November 2019) finden Sie hier.
Die Preisverleihung fand an Bord der MS Wadin auf dem Zürichsee statt. (Bilder: Chris Reist)
Zertifikatskontrolle beim Eingang: Die Veranstaltung wurde nach den Schutzbestimmungen des BAG durchgeführt. Die Crew und die Veranstalter haben sich im Vorfeld zusätzlich testen lassen.
Ahoi, Matrosen: Anna Kohler und Johannes Hapig von Werbewoche m&k führten durch den Abend.
Lisa Oribasi und Ball-Zee sorgten für die musikalische Untermalung des Abends.
Talk mit dem «Werber des Jahres 2020» Martin Walthert.
Johannes Hapig überreicht den Egon an David Schärer.


Über den Award:

Den «Werber des Jahres» kürt die Werbewoche seit 1977. Seit 2001 erhält der Preisträger den vom Zürcher Künstler Max Grüter gestalteten «Egon». Die drei Kandidaten wurden von der Fachjury nominiert. Die finale Entscheidung, wer den Titel gewinnt, wurde anschliessend zu 50 Prozent von den Leserinnen und Lesern von Werbewoche.ch via Online-Voting und zu 50 Prozent von der Jury gefällt. Jedes Jury-Mitglied durfte eine Stimme abgeben. m&k Werbewoche selbst als Ausrichterin des Awards enthält sich der Stimme.

Die Fachjury:

Die «Werber des Jahres»-Fachjury setzt sich aus ehemaligen «Werbern des Jahres», Vertretern aus der Westschweiz, Nominierten der vergangenen Jahre sowie auch Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Medien zusammen. Die Jury-Mitglieder 2021 (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Alexander Jaggy (Thjnk Zürich)
  • Anja Janoschka  (HLSU)
  • Daniel  Zuberbühler (Sir Mary)
  • Dennis Lück (Brinkertlück Creatives)
  • Gabriel  Mauron (Havas Genève)
  • Livio Dainese (Wirz)
  • Martin Walthert (Digitec Galaxus)
  • Matthias Kiess (TBWA\Zürich)
  • Michael Kamm (Agence Trio)
  • Peter Brönnimann (Freelance Creative)
  • Petra Dreyfus  (Wirz)
  • Regula Bührer Fecker (Rod Kommunikation)
  • Roman Geiser (Farner Consulting)
  • Thomas Wildberger (Prophet)
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