Miriam Walther: Vom Nebenjob zur «Medienmanagerin des Jahres»

Das Branchenmagazin Schweizer Journalist:in kürt Miriam Walther von Republik zur «Medienmanagerin des Jahres 2021».

Schweizer Journalist
Die diesjährige Gewinnerin Miriam Walther im «Rothaus» an der Zürcher Langstrasse, der Heimat von Republik.

Miriam Walther ist seit Oktober 2018 Geschäftsführerin der Republik. Das Jahr 2020 – wegen Geldmangel musste das Medium eine Überlebenskampagne starten – war ihre Feuertaufe. Heute sieht alles anders aus. Die Republik hat im Oktober 2021 fast 30’000 Mitgliedschaften und Abos. 1,1 Millionen Franken Gewinn verzeichnet die Republik in diesem Jahr. Ein Hoffnungsmoment in einer Branche, die seit Jahren vor allem schlechte Nachrichten kennt. Die Frau hinter diesem Erfolg? War bis vor Kurzem als Theaterregisseurin und Produktionsleiterin auf der ganzen Welt unterwegs. Zur Republik kam sie, weil sie etwas Ruhigeres wollte. Einen Nebenjob. Kurz darauf war sie Geschäftsführerin. Und ging dann ihren ganz eigenen Weg.

Für ihre Leistungen auf diesem Weg zeichnet das Branchenmagazin Schweizer Journalist:in Miriam Walther als «Medienmanagerin des Jahres» aus. Diese Auszeichnung wird jährlich an eine Führungskraft im Schweizer Medienmanagement vergeben, die durch ihre Tätigkeit die wirtschaftliche Basis für Journalismus schafft. «Guter Journalismus braucht zwingend gutes Management. Das wollen wir mit dieser Auszeichnung deutlich machen und damit die Arbeit aussergewöhnlicher Medienmanagerinnen und Manager wertschätzen», erklärt Journalist-Verleger Johann Oberauer.

In der Jury für die Medienmanagerin sassen in diesem Jahr die frühere Medienmanagerin Caroline Thoma, Eva Hirschi, Geschäftsführerin von Investigativ.ch, Medienjournalist Dennis Bühler, Verleger Johann Oberauer und die Chefredaktorinnen Samantha Zaugg und Charlotte Theile. Dennis Bühler, der für die Republik aus dem Bundeshaus berichtet, ging bei der Entscheidung über Miriam Walther in den Ausstand.

Die Medienmanager des Jahres in der Schweiz: Hall of Fame

2006: Peter Wanner, AZ Medien

2007: Théo Bouchat, Edipresse

2008: Ralph Büchi, Springer

2009: Pietro Supino und Martin Kall, Tamedia

2010: Valérie Boagno, Le Temps

2011: Albert Polo Stäheli, NZZ-Gruppe

2012: Christoph Bauer, AZ Medien

2013: Norbert Neininger, Schaffhauser Nachrichten

2014: Michael Ringier, Ringier

2015: Marcel Kohler, 20 Minuten

2016: Christoph Tonini, Tamedia

2017: Dominik Kaiser, TV 3+

2018: Peter Wanner, CH Media

2019: Simonetta Sommaruga, Medienministerin

2020: Nathalie Wappler, SRF

2021: Miriam Walther, Republik


Mehr über Miriam Walther steht in der aktuellen Ausgabe der Schweizer Journalist:in, die am Dienstag erschienen ist.

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