Nominiert zum «Werber des Jahres» 2021/22: Maurizio Rugghia, Sir Mary

Maurizio Rugghia, Mitgründer der Zürcher Agentur Sir Mary, darf auf den Titel «Werber des Jahres» 2021/22 hoffen. Der Werber im Interview mit m&k.

Maurizio Rugghia, Founder und Managing Partner bei Sir Mary. (Foto: Chris Reist)

Im Jahr 2016 gründete Maurizio Rugghia zusammen mit Daniel Zuberbühler und Florian Beck die Agentur Sir Mary. Zuvor war er während fünf Jahren als Managing Director und Partner der Agentur Serranetga – heute Equipe – tätig; weitere berufliche Stationen waren Serviceplan und Assai/Wirz. Maurizio Rugghia ist verheiratet, Vater von zwei Kindern und lebt mit seiner Familie in Zürich.

 

Anna Kohler, m&k: «Werber». Ist dieser Titel noch zeitgemäss?

Maurizio Rugghia: Ich sehe mich nicht unbedingt als typischer Werber. Mehr als Unternehmer mit Flair für das Digitale und Kommunikation. Was ist denn heute noch gute Werbung? TV-Spot, TikTok-Kanal oder auch das neuste Produktfeature? Der Begriff ist im Wandel.

 

Sie sind zu fünft gestartet mit Sir Mary, nun zählt die Agentur über 40 Personen. Gab es Wachstumsschmerzen?

Bei uns heisst es «Power of Creativity rides with Power of Data» und dafür braucht es Leute. Wachstum haben wir also immer als Chance wahrgenommen. Unsere Challenge dabei: Wir wollen innovativ und digital vernetzt denken und trotzdem schnell und unkompliziert liefern. Diese Kombination ist schwer zu vereinen, gleichzeitig ist sie das grosse Bedürfnis unserer Kunden. Um das zu erreichen, investieren wir viel in unsere Kultur und Leute.

 

Sind Sie eher Dienstleister oder Verführer?

Ich würde sagen beides. Werbung ist eine Symbiose zwischen Magie, Emotionen und Daten. Aber für wen machen wir das? Für die Menschen – und Menschen sind emotionale Wesen. Wenn du als Marke keine Emotionen auslösen kannst, es nicht schaffst zu verführen, dann gibt es keinen Abverkauf. Jede Customer Journey startet mit Begehrlichkeit.

 

Was sind Ihrer Meinung nach die Gründe, dass Sie zum «Werber des Jahres» nominiert sind?

Weil sich das Agenturmodell, mit dem wir vor fünf Jahren auf dem Markt eingeschlagen haben, bestätigt hat. Weil wir schnell wachsen konnten und weiterhin Kunden  betreuen, die seit Anfang an dabei sind. Und weil wir in der Lage sind, komplexe Aufgabenstellungen für namhafte Marken zu lösen. Das macht uns sehr stolz.

 

Was inspiriert Sie?

Freiraum. Das heisst für mich, unverplante, Task-freie Zeit. Die braucht es für gute Ideen. Das sage ich auch meinen Kindern, wenn sie sich über zu wenig Programm beschweren. Geniesst die Langeweile!

 

Was langweilt Sie?

Menschen, die keine Fragen stellen. Der Austausch mit so vielen unterschiedlichen, talentierten Menschen ist ein Privileg unseres Berufs. Wir müssen alle mehr zuhören.

 

Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?

Ich versuche, meine Wünsche so klar wie möglich zu äussern. Mit einem fast unerschütterlichen Glauben und Vertrauen in die Fähigkeiten und den guten Willen der Leute.

 

Welche Akzente würden Sie als «Werber des Jahres» setzen?

Wir müssen uns noch viel intensiver die Frage stellen, wie wir die Digitalisierung dazu nutzen, um Kommunikationsprobleme unserer Kunden zu lösen und unser Businessmodell weiterzuentwickeln. Dafür braucht es einen breiteren Knowhow Transfer innerhalb der Branche und einen offenen Umgang mit Antworten. Dafür setze ich mich ein.


Kampagnen Sir Mary

CSS «Hallo Leben»

Mit «Hallo Leben» hat die Zürcher Agentur Sir Mary eine neue Positionierung für die CSS Versicherung geschaffen. Die umfangreiche Auftaktkampagne soll Menschen zu einem offenen und positiven Umgang mit ihrem persönlichen Schicksal inspirieren. (Zum Artikel auf Werbewoche.ch)

Allianz «Share your Fire»

Original-Trikots, in denen Schweizer Sportgrössen wie Roger Federer, Nicola Spirig, Kariem Hussein und Co. Sportgeschichte schrieben, wurden zu 100 exklusiven, handgefertigten Designer-Shirts. Diese Aktion von Sir Mary markierte den Startschuss der globalen Olympia-Partnerschaft der Allianz. (Zum Artikel auf Werbewoche.ch)

Allianz Global «Spark Confidence»

Für die Digitalaktivierung spannte Sir Mary mit verschiedenen Sportler:innen zusammen, die in Content-Pieces über ihre persönlichen Erfolge und Misserfolge erzählen – und darüber, wer ihnen auf ihrem Weg zu mehr Selbstbewusstsein verholfen hat. (Zum Artikel auf Werbewoche.ch)

Samsung «Fold»

Zur Einführung des Samsung Galaxy Fold 5G hat Sir Mary eine Schrift entwickelt und eine Teaser-Kampagne mit Influencer-Aktion umgesetzt. (Zum Artikel auf Werbewoche.ch)

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Samsung «Epic Mode»

Samsung und Sir Mary haben das Samsung Galaxy S21 im «Epic Mode» lanciert. Diese Smartphone-Edition sollte den Lifestyle seiner Besitzer:innen für ein Jahr episch machen: Das Gerät kam mit zwölf vorinstallierten Apps, Services und Special-Features im Wert von 25’000 Franken daher. (Zum Artikel auf Werbewoche.ch)

BfU «Don’t Mess It Up»

Dass Präventionsarbeit für die Generation Z anders geht, zeigte Sir Mary mit der Kampagne für jugendliche Motorradlenkende «Don’t Mess It Up». Gemeinsam mit der Beratungsstelle für Unfallverhütung BfU hat die Agentur fünf Spots lanciert, welche die Zielgruppe via Social Media in skurrile, bunte und aufregende Welten eintauchen lassen. (Zum Artikel auf Werbewoche.ch)


Infos zu allen Nominierten, zur Wahl «Werber:in des Jahres» sowie ein Videointerview in voller Länge finden Sie hier. Die Onlinewahl startet am Dienstag, 19. Oktober 2021 via Newsletter. Wahlberechtigt sind alle Abonnent:innen des Newsletters von Werbewoche und m&k. Hier kostenlos registieren. Wer am Ende die «Egon»-Trophäe gewinnt, wird zu je 50 Prozent von der Newsletter-Leserschaft und der «Werber des Jahres»-Jury bestimmt.

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