Förderpreis Junge Grafik gibt vollen Einsatz

In Schweizer Ausbildungsstätten wird grossartige Grafik gemacht – davon sind die Macher des Förderpreises Junge Grafik überzeugt. Diesen Herbst wird darum zum ersten Mal ein Preis für Grafiktalente in Ausbildung vergeben.

Die Idee des Förderpreises ist einfach: Junge Grafiktalente sollen ihre Werke auch ausserhalb von Schule, Studium oder Lehrbetrieb zeigen können. Der Färderpreis richtet sich somit an alle Grafiklernenden und -studierenden in der ganzen Schweiz. Den 30 Gewinnerinnen und Gewinnern winkt nebst kleineren Geld- und Sachpreisen vor allem die Aussicht auf ein spannendes Publikum: ≪Die Gewinnerarbeiten werden im Rahmen einer Wanderausstellung an verschiedenen Schulen präsentiert und in einer eigenen Publikation veröffentlicht. Auch auf unserer Website sind die Gewinnerarbeiten ersichtlich≫, erklärt Vorstandsmitglied und Grafikerin Loana Boppart. ≪Vor allem aber ist es uns auch wichtig, den jungen Talenten die Möglichkeit zu bieten, sich untereinander und mit wichtigen Leuten der Szene zu vernetzen. Dazu bieten ihnen die Award-Night und After-Party eine tolle Möglichkeit.≫

Der lange Weg zum Award

Ausgewählt werden die Gewinnerarbeiten von einer Jury aus Schweizer Grafikschaffenden. Nebst grossen Namen wie Felix Pfaffli, Marion Fink, Jonas Vogeli, Valeria Bonin, Demian Conrad, Dennis Moya und Larissa Kasper werden auch die zwei Nachwuchsgrafikerinnen Lena Ruppen und Audrey Fleur Ljubenovic bei der Auswahl zu Wort kommen.

Hinter dem Projekt Junge Grafik steht ein Verein aus elf mehrheitlich jungen Vertreter*innen und Kenner*innen der Schweizer Grafikszene. So einfach und nötig das Vorhaben des gemeinnützigen Vereins klingen mag, so herausfordernd war die Reise von der ersten Idee bis zum Award: ≪Da der Preis von allen Institutionen getragen werden soll und weiterhin eine gemeinnützige Sache bleiben wird, mussten wir alle Schulen und Partner von dieser Idee überzeugen und arbeiteten eng mit den beiden Berufsverbanden SGV und SGD zusammen≫, so Vorstandsmitglied Remo Stahl. ≪Gleichzeitig mussten wir Gönner und Stiftungen finden, um die Unkosten zu finanzieren.≫

Call for Entries: Die Arbeiten junger sind gefragt!

Beides ist dem Verein mittlerweile gelungen – und somit steht der Award Night am 9. Oktober 2021 höchstens noch die Pandemie im Weg. Doch auch diese Hürde wird man überwinden, ist Meret Fischli überzeugt: ≪Wir sind in verschiedensten Bereichen breit aufgestellt – von Web über Print bis hin zu Event, Social Media und Wanderausstellung. Somit sind wir flexibler als alteingesessene Events.≫

Mitte März ist das Call for Entries auf Jungegrafik.ch gestartet. ≪Wir freuen uns wahnsinnig auf die vielen tollen Arbeiten, die hoffentlich bei uns eintrudeln werden – auf diesen Moment haben wir schliesslich fast zwei Jahre hingearbeitet≫, freut sich Meret Fischli.

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