PR-Stimmungsbarometer 2024: Jobsicherheit trotz wackeliger Budgets

Der PR-Stimmungsbarometer 2024 von News Aktuell und PER zeigt widersprüchliche Ergebnisse: Trotz unsicherer Budgetlage ist unter den PR-Profis Optimismus spürbar.

Zwischen sicheren Jobs und unbeständigen Budgets: Laut den Ergebnissen des PR-Trendmonitors 2024 navigiert die Branche in diesem Jahr durch Stimmungsschwankungen. (Bild: News Aktuell)

Trotz zunehmender Unsicherheit über die Kommunikationsbudgets blickt die Mehrheit der befragten PR-Fachpersonen optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr, wie aus der Erhebung hervorgeht. So geben knapp 90 Prozent der Befragten an, dass sie ihre Jobs als sehr sicher beziehungsweise sicher einschätzen. Bei den Budgets erwartet die Mehrheit hingegen eine Stagnation oder gar einen Rückgang. Die allgemeine Geschäftsentwicklung und die persönliche berufliche Situation werden wiederum eher positiv eingeschätzt.

PR-Profis sehen ihre Jobs als sicher an

So schätzt mehr als die Hälfte der Befragten ihren derzeitigen Job als sicher ein (52 Prozent). Über ein Drittel (35 Prozent) glaubt sogar, dass ihr aktueller Job sehr sicher ist. Der geringere Anteil der PR-Profis (11 Prozent) macht sich Sorgen um den eigenen Arbeitsplatz: 9 Prozent geben an, dass der aktuelle Job unsicher ist beziehungsweise 2 Prozent halten ihn sogar für sehr unsicher.

Unterschiede lassen sich dabei zwischen PR-Profis aus Agenturen und Medienstellen feststellen: Befragte aus Agenturen sehen ihren Job eindeutig unsicherer, immerhin fast jeder Fünfte glaubt seinen Job für dieses Jahr in Gefahr (19 Prozent unsicher beziehungsweise sehr unsicher). Bei den Medienstellen befürchtet nur gut jeder zwanzigste Befragte 2024 einen Jobverlust (7 Prozent unsicher beziehungsweise. sehr unsicher).

Kommunikationsbudgets wackeln

Besonders bemerkenswert sticht diese Jobsicherheit hervor, wenn die Ergebnisse mit der Entwicklung der Kommunikationsbudgets 2024 verglichen werden. Während die PR-Profis bei der Frage nach der Jobsicherheit optimistisch in die Zukunft blicken, zeigen die Ergebnisse auf die Frage nach der Entwicklung der Kommunikationsbudgets eine grosse Unsicherheit. Ein erheblicher Teil der Befragten geht davon aus, dass das Kommunikationsbudget des eigenen Unternehmens beziehungsweise das Budget ihrer Kund:innen in diesem Jahr stagnieren oder sogar sinken wird: 43 Prozent geben an, dass es unverändert bleibt, 37 Prozent vermuten, dass es schrumpfen beziehungsweise stark schrumpfen wird. Nur etwa jede:r Sechste sieht eine positive Entwicklung und glaubt, dass das Kommunikationsbudget steigen beziehungsweise stark steigen wird (16 Prozent).

Medienstellen sind auch in diesem Punkt optimistischer: Gut jede:r Fünfte glaubt an ein steigendes oder sogar stark steigendes Kommunikationsbudget (21 Prozent). Im Vergleich dazu geht nicht mal jede:r Zehnte aus Agenturen von einem Anstieg beziehungsweise starken Anstieg aus (8 Prozent).

Positive Tendenzen bei allgemeiner Geschäftsentwicklung

Trotz der mehrheitlichen Sorge um die Budgets zeigen die Ergebnisse des PR-Trendmonitors eher positive Signale hinsichtlich der allgemeinen Geschäftsentwicklung der Branche. Eine Mehrheit der Befragten bezeichnet die derzeitige Geschäftsentwicklung als zufriedenstellend oder sogar als eher gut beziehungsweise sehr gut (43 Prozent zufriedenstellend, 31 Prozent eher gut, 7 Prozent sehr gut). Weniger als ein Fünftel sieht das Geschäft 2024 gefährdet (16 Prozent eher schlecht, 2 Prozent sehr schlecht).

Eigene berufliche Situation bleibt unverändert oder verbessert sich

Die Ergebnisse zur beruflichen Situation spiegeln diese positiven Tendenzen wider. So blicken PR-Profis eher zuversichtlich auf das angefangene Jahr: 37 Prozent geben an, dass 2024 für sie beruflich im Vergleich zum Vorjahr unverändert bleibt. 30 Prozent glauben sogar, dass es eher besser wird und 5 Prozent erwarten eine eindeutig bessere berufliche Situation. Nur ein Viertel der Befragten geht davon aus, dass sich ihre Berufsaussichten in diesem Jahr eher verschlechtern oder sogar deutlich verschlechtern werden: 21 Prozent eher schlechter, 4 Prozent eindeutig schlechter.

Die Ergebnisse im Überblick

Denken Sie, dass das Jahr 2024 für Sie beruflich im Vergleich zu 2023 eher besser oder schlechter wird?

  • Eindeutig besser 5%
  • Eher besser 30%
  • Genau gleich 37%
  • Eher schlechter 21%
  • Eindeutig schlechter 4%
  • Weiss nicht 3%

Wie entwickelt sich das Kommunikationsbudget 2024 bei Ihnen im Unternehmen bzw. das Kommunikationsbudget Ihrer Kunden in 2024?

  • Wird stark steigen 2%
  • Wird steigen 14%
  • Unverändert 43%
  • Wird schrumpfen 31%
  • Wird stark schrumpfen 6%
  • Weiss nicht 3%

Wie schätzen Sie die allgemeine Geschäftsentwicklung Ihres Unternehmens für 2024 ein?

  • Sehr gut 7%
  • Eher gut 31%
  • Zufriedenstellend 43%
  • Eher schlecht 16%
  • Sehr schlecht 2%
  • Weiss nicht 2%

Wie sicher schätzen Sie Ihren derzeitigen Job in 2024 ein?

  • Sehr sicher 35%
  • Sicher 52%
  • Unsicher 9%
  • Sehr unsicher 2%
  • Weiss nicht 2%

Für den PR-Trendmonitor haben News Aktuell und PER im Februar 2024 mit 327 Kommunikator:innen aus Unternehmen, Organisationen und PR-Agenturen aus der Schweiz und Deutschland eine Online-Befragung durchgeführt.

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