Westiform schützt die Parlamentarier*innen mit Acrylglasscheiben

Pünktlich zur Herbstsession sorgt das Bundeshaus für mehr Sicherheit bei Sitzungen im Parlamentsgebäude. Zum Einsatz kommen speziell designte Scheiben aus Acrylglas von Westiform - eigentlich ein Unternehmen für visuelle Kommunikation.

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Als Hygiene-Barriere zum Schutz vor Tröpfcheninfektionen setzt das Bundeshaus auf Virenschutz-Scheiben. Sowohl in Sitzungszimmern sowie dem National- und Ständeratssaal kommen die transparenten Trennscheiben zum Einsatz. Die Scheiben sind Teil eines ganzheitlichen Schutzkonzeptes, das von GWJ Architektur ausgearbeitet wurde. Designt und hergestellt wurden sie von Westiform.

Das Familienunternehmen mit Sitz in Niederwangen bei Bern ist üblicherweise als Lichtwerbe- und Digital Signage Lösungsanbieter aktiv, hat bereits zu Beginn der Pandemie einen Teil der Produktion umgestellt. Neben Virenschutz-Scheiben sind vor allem auch Desinfektionsstelen mit oder ohne integrierten Digital Signage Screen aus dem Hause Westiform schweizweit im Einsatz. Das Inselspital setzt zum Beispiel auf eine Version mit Maskenspender, die SBB hat einige am Hauptsitz im Einsatz, aber auch die Universität Bern, die UBS, AMAG oder Luxusmarken wie Cartier setzen auf die Präventionsmittel des Bernischen KMUs.

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Kratzer verboten

Für die Acrylglas Scheiben, die pünktlich zur Herbstsession im Bundeshaus zum Einsatz kommen, galten ganz besondere Anforderungen. Die Scheiben werden teilweise auf historischem Mobiliar angebracht, das nicht zerkratzt und beschädigt werden darf. Eine stabile Befestigung der Scheiben war unter diesen Voraussetzungen besonders schwierig, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. Westiform hat hierfür individuelle Ausführungen entwickelt. Im Kommissionszimmer werden die Füsse der Acrylglas-Scheiben in die Vertiefung des Tisches gestellt und durch eine raffinierte Einhängetechnik verbunden. Im National- und Ständeratssaal werden die Scheiben mit Kantenschutzmaterial angebracht, um das Mobiliar zu schonen. Hier sind die Scheiben zudem ausklappbar, um auch auf engem Raum einen ausreichenden grossen Schutz zu gewährleisten.

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Selbstgebastelte Lösungen schützen oft unzureichend

«Es ist entscheidend die Grösse der Scheibe auf den Einsatzort anzupassen» sagt Simone Bächle, Geschäftsführerin von Westiform. «Derzeit sieht man noch viel temporäre, teils selbstgebastelte Lösungen. Gerade in Kassensituationen sind die Scheiben oft viel zu tief, so dass der Kopf der Kunden über den Spuckschutz rage und damit die Wirkung dahin ist. Mancherorts sieht es in den Ladenräumen aus wie auf einer Baustelle», so Bächle weiter. «Man hat schnell nach pragmatischen Lösungen gesucht und zur Absperrung mitunter zu Baustellenband gegriffen. Alles in der Annahme, dass es sich um eine vorrübergehende Situation handelt. Nun zeichnet sich aber immer mehr ab, dass die Sicherheitsvorschriften nicht schlagartig verschwinden werden. Der langfristige Einsatz macht die Umstellung auf stabile dauerhafte Element notwendig.»

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