Achtung, Gefahr: Die grössten Karrierekiller in der PR

In Krisenzeiten ist Nicht-erreichbar-sein ein No-Go: News Aktuell hat bei Fach- und Führungskräften aus Schweizer Medienstellen und PR-Agenturen nachgefragt, welche Faktoren Karrierekiller sind.

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Nicht erreichbar sein in der Krise ist der grösste Karrierekiller für Kommunikationsprofis. Auf Platz zwei: Bei Journalisten über den Vorgesetzten lästern. Auch wer zu früh die Bilanzzahlen veröffentlicht, riskiert ganz schnell das Ende seiner PR-Karriere. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage von News Aktuell und Faktenkontor. Knapp 290 Kommunikatoren haben am PR-Trendmonitor teilgenommen.

Wer als Mediensprecher in einer Unternehmenskrise nicht erreichbar ist, kann sich ganz schnell ins Karriere-Aus katapultieren. Das meinen über zwei Drittel der Umfrageteilnehmer (69 Prozent). Auch schlecht für die Karriere: den eigenen Chef gegenüber den Medienvertretern kritisieren (52 Prozent). Jeder dritte Befragte glaubt ausserdem, dass er durch das vorzeitige Veröffentlichen der Bilanzzahlen seine Karriere riskiert (37 Prozent).

Aber auch Faktoren, die nicht mit dem eigenen Fehlverhalten zu tun haben, bremsen die Karriere aus. So gibt fast ein Drittel der Befragten an, dass das Beharren auf eine 40-Stunden-Woche die berufliche Weiterentwicklung verhindert (31 Prozent). Jeder fünfte Umfrageteilnehmer sieht auch in der Teilzeitarbeit ein Risiko für das Vorwärtskommen im Job (17 Prozent).

Erfreulich: Wer seinen eigenen Standpunkt klar vertritt, verbaut sich kaum Aufstiegsmöglichkeiten. Nur jeder achte Kommunikationsprofi fürchtet sich davor, gegenüber der Geschäftsführung (13 Prozent) oder Kollegen und Kunden (12 Prozent) klare Kante zu zeigen.

Die grössten Karrierekiller in der PR:

  1. In der Krise nicht erreichbar sein 69 %
  2. Mit Journalisten schlecht über den Chef sprechen 52 %
  3. Bilanzzahlen zu früh veröffentlichen 37 %
  4. Auf 40-Stunden-Woche bestehen 31 %
  5. Medieninformation versehentlich zu früh rausschicken 30 %
  6. Teilzeit arbeiten 17 %
  7. Sich als Nachfolger für den (PR-)Chef ins Gespräch bringen 14 %
  8. Als «Berater der Geschäftsführung» zu stark seine Meinung äussern 13 %
  9. Auf Frauenquote pochen 13 %
  10. Gegenüber Kollegen oder Kunden klare Kante zeigen 12 %

Quelle: PR-Trendmonitor 2018

  • Datenbasis: 286 Fach- und Führungskräfte aus Schweizer Medienstellen und PR-Agenturen
  • Methode: Online-Befragung, Mehrfachnennungen möglich
  • Befragungszeitraum: Februar 2018
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