Messestatistik 2021 zeigt leichte Erholung gegenüber 2020

Die Messebranche ist immer noch weit entfernt von der «Vor-Corona-Situation». Das zeigt die Messestatistik 2021 des Branchenverbands Expo Event Swiss LiveCom Association. Trotzdem kann im Vergleich zur dramatischen Situation 2020 von einer leichten Erholung gesprochen werden.

Im Vergleich zu den dramatischen Zahlen von 2020 konnten gemäss Statistik im Jahr 2021 beinahe doppelt so viele Messen durchgeführt werden (2020: 38 Messen / 2021: 73 Messen). Es sei jedoch noch ein weiter Weg bis zur Vor-Pandemie Situation, schreibt der Branchenverband in einer Mitteilung. Im Jahr 2018 wurden noch 193 Messen durchgeführt.

Weiterhin schwere Umsatzeinbrüche

Der insgesamt im Jahr 2021 realisierte Umsatz der Messeplätze und -organisatoren konnte im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent von 263,7 Millionen auf 342,5 Millionen gesteigert werden. Vergleicht man den Umsatz mit dem Jahr 2018 (766,7 Millionen) ist jedoch festzuhalten, dass dieser noch nicht einmal die Hälfte der Vor-Pandemie-Jahre beträgt. Entsprechend fielen auch die Betriebsergebnisse des Jahres 2021 mit einem konsolidierten Betriebsverlust von -39,7 Millionen Franken weiterhin schlecht aus (2020: 137,7 Millionen Franken). Wohl nur dank der finanziellen Unterstützungsmassnahmen beschäftigten die Verbandsmitglieder Ende 2021 trotz dem massiven Geschäftseinbruch in den vergangenen beiden Jahren noch immer 1’066 Mitarbeitende (2018: 1’565 Mitarbeitende).

Der Blick auf die Anzahl Besuchender zeigt, dass sich die Situation im Jahr 2021 mit 1,4 Millionen gegenüber dem Jahr 2020 (0,7 Millionen) zwar verdoppelt hat, die Besucherzahl des Jahres 2018 mit 7 Millionen Besuchenden jedoch noch in weiter Ferne liegt. Insgesamt zeigt sich bei allen Messeformaten im Vergleich zum Jahr 2018 ein Einbruch von 62 Prozent. Besonders betroffen sind die allgemeinen Publikumsmessen mit einem Rückgang von 90 Prozent, gefolgt von B2B-Fachmessen mit -57 Prozent und den thematischen Publikumsmessen mit -40 Prozent. Die Zahlen unterstreichen den gewaltigen wirtschaftlichen Schaden.

Besucherzahlen der Luga und Bea stimmen positiv

Die 43. Zentralschweizer Frühlingsmesse Luga hat vom 22. April bis am 1. Mai über 120’000 Besuchende verzeichnet. Dies entspricht den Zahlen der letzten Luga im Jahr 2019. Nach den Ausfällen der Luga 2020 und 2021 ist die Messeleitung mit diesem Ergebnis äusserst zufrieden: «Wir freuen uns sehr, dass wir dort anknüpfen konnten, wo wir aufgehört haben. Nach zwei Jahren Pandemie hat dies unsere Erwartungen übertroffen», sagt Messeleiterin Luzia Roos. Die sehr gute Stimmung auf dem Messegelände sei dabei besonders aufgefallen: «Wir haben gespürt, dass unsere Besuchenden die Luga vermisst haben. Das Bedürfnis wieder etwas erleben zu können, war gross». Ein Votum für das Live-Geschäft und den unmittelbaren zwischenmenschlichen Kontakt», führt Roos aus.

Gar über 300’000 Besuchende durfte die erste Bea nach der Pandemie-Pause vom 29. April bis am 8. Mai 2022 auf dem Bernexpo-Gelände begrüssen. Die Freude bei der Veranstalterin Bernexpo Groupe ist gross. «Insgesamt haben wir mit über 300’000 Besucherinnen und Besuchern das Ergebnis von 2019 übertroffen. Dies ist ein toller Erfolg und zeigt, dass die BEA nach den Pandemie-Einschränkungen einen veritablen Boom erlebt. Sowohl die Besuchenden als auch die rund 750 Ausstellenden haben die wiedererlangte Freiheit an der BEA genauso genossen wie wir als Veranstalter – die Stimmung war grossartig. Kurz gesagt: Auf diese BEA haben die Leute gewartet», erklärt Bereichsleiter Adrian Affolter.

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