«Wir fahren seit Jahren einen holistischen Ansatz»

Ab Dienstag findet die dreitägige Screenforce Academy statt, virtuell und kostenlos. Malte Hildebrandt, Geschäftsführer von Screenforce Deutschland, erklärt im Interview mit Werbewoche.ch, was die Besucher*innen am Event erleben können.

Malte Hildebrandt spricht mit Werbewoche.ch über die Screenforce Academy.

Werbewoche.ch: Malte Hildebrandt, die Screenforce Academy richtet sich an «Studierende im Bereich Medien und Kommunikation sowie an Berufsanfänger und junge Marketer, die ihre Karrierechancen nachhaltig erhöhen wollen». Was wird ihnen, kurz zusammengefasst, geboten?

Malte Hildebrandt: Unsere Teilnehmer erhalten einen Rundumblick hinter die Kulissen von TV und digitalen Bewegtbildangeboten sowie neuesten Trends in der Werbung. All das präsentiert von echten Macherinnen und Machern unserer Branche. Was wir an den drei Tagen präsentieren, sind keine Vorträge aus der Schublade. Alle Vorträge sind brandneu und wurden explizit auf die Bedürfnisse der jungen Medien- und Media-Generation zugeschnitten. Bewegtbild ist ein Wachstumsmarkt. Jungen Talenten stehen alle Türen offen.

 

Welche Challenges bringt es mit sich, Weiterbildungsangebote wie die Screenforce Academy «remote» zu konzipieren und auszuspielen? 

Inzwischen sind wir alle daran gewöhnt, virtuell an Veranstaltungen teilzunehmen. Da spielt uns die rasante Entwicklung des letzten Jahres natürlich in die Hände. Hochschul-Seminare finden längst remote statt, und im Job läuft vieles über Videokonferenzen. Wenngleich ich mich sehr auf die Zeit freue, in der man wieder den persönlichen Austausch auf Veranstaltungen pflegen kann, so werden wir bei unserer Academy an dem virtuellen Konzept auch in Zukunft festhalten. Denn es hat den enormen Vorteil, dass wir für unsere Teilnehmer ein erstklassiges Programm ohne Limitierung der Gästezahl auf die Beine stellen können. Wir liegen inzwischen bei knapp 1000 Anmeldungen. Das hätte als Vor-Ort-Event unsere Kapazitäten gesprengt.

 

Ihre Target Group für die Academy ist vielleicht die erste Generation von Junior-Kommunikator*innen und Junior-Marketers, deren Jugend eher durch digitale Medien als durch TV geprägt wurde. Verändert das den Approach, mit dem Screenforce diese Menschen anspricht? 

Keinesfalls, denn wir fahren seit Jahren einen holistischen Ansatz. Nehmen Sie nur mal den Titel unserer Academy: «Backstage Total Video – Behind the Scenes of all the Screens». Entscheidend ist nicht der Übertragungsweg, sondern die Qualität des Contents.

 

Gerade hier in der Schweiz hat TV-Werbung mit komplexen Challenges zu tun, ist es doch viel einfacher als in Deutschland und Österreich möglich, Werbung im Replay-TV zu skippen. Wieso sollen junge Kommunikator*innen und Marketers trotzdem auf TV-Kampagnen setzen?   

Wenn Werbung gut gemacht ist, wenn Produkte oder Dienstleistungen beworben werden, die den Menschen einen konkreten Mehrwert bieten, dann bleiben sie auch dabei. Immer mehr Werbetreibende setzen beispielsweise auf das Thema Purpose. Die Konsumenten interessieren sich, wofür ein Unternehmen steht, deren Produkte sie erwerben. Was schon vor 20 Jahren galt, gilt heute in einer fragmentierten Medienlandschaft umso mehr: TV macht Marken – das belegen unzählige Studien.

 

Auf welche Programm-Highlights freuen Sie sich persönlich ganz besonders?

Jeder Programmpunkt ist für sich genommen ein Highlight. Wie beim Aufbau eines Orchesters mit all seinen Instrumentengruppen ist auch unser dreitägiges Event nach einem klaren Schema orchestriert. Jeder einzelne Beitrag trägt zum Gelingen des grossen Ganzen bei. Was mich ganz besonders freut, ist, mit wie viel Herzblut alle Protagonisten im Vorfeld bei der Sache sind und dass wir mit Viviane Geppert eine hervorragende Moderatorin für unsere Academy gewinnen konnten.

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