Ticketcorner baut eine eigene Corona-Datenbank

Die Menschen würden gerne wieder Events besuchen – aber nur, wenn die Sicherheitsvorkehrungen hoch genug sind. Ticketcorner will nun mit einer eigenen Datenbank Abhilfe schaffen.

Ticketcorner

Ticketcorner hat unter der eigenen Kundschaft eine Umfrage durchgeführt, 40’000 Rückmeldungen erhalten und kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: 83 Prozent der Schweizer Eventgänger vermissen Veranstaltungen (Werbewoche.ch berichtete).

 

«Hoffnung für die ganze Branche»

«Ich war überrascht, welchen emotionalen Stellenwert Events in der Bevölkerung haben», sagte Ticketcorner-Chef gegenüber der NZZ am Sonntag. «Das Bedürfnis ist ungebrochen da. Das macht Hoffnung für die ganze Branche.»

Gleichzeitig ist sich die Bevölkerung der Gefahr einer Corona-Ansteckung bei Events durchaus bewusst und würde die Veranstaltung nur besuchen, wenn entsprechend Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.

 

Besucher sind offen für Massnahmen

Die Umfrage zeigt: Die meisten Massnahmen würden von den Besuchern befürwortet. Die regelmässige Reinigung der Location finden 90 Prozent der Befragten eine gute Idee, auch ausreichend verfügbare Desinfektionsmöglichkeiten (85 Prozent) und Abstandsregeln beim Einlass (78 Prozent) erhalten viel Zustimmung.

Bemerkenswert ist, dass die Option «Personalisierte Tickets oder Angabe der Personalien» am viermeisten Zustimmung bekommen hat. Massnahmen, die für das Contact-Tracking nötig sind. 73 Prozent würden demnach entsprechende Abstriche beim Persönlichkeitsschutz machen, um dennoch Grossevents besuchen zu können.

 

Ticketcorner weiss in Zukunft, wer an den Events ist

Ab Oktober erlaubt der Bundesrat wieder Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern. Mit Auflagen. Um diese möglichst effizient und wirkungsvoll umzusetzen, hat Ticketcorner ein eigenes Tracing-Tool mit Datenbank entwickelt. Da im Event-Bereich oft Tickethalter und Ticketkäufer nicht dieselbe Person sind, müssen Besucher künftig die Personalien via Handynummer verifizieren und erhalten so einen persönlichen QR-Code. Wird eine Corona-Ansteckung bekannt, werden die entsprechenden Daten den Behörden weitergeben. Nach 28 Tagen werden die Daten unter Wahrung der Datenschutzvorschriften gelöscht.

Zusätzlich werden Funktionen entwickelt, welche bei der Buchung die Abstandsregeln berücksichtigen und entsprechende Sitzplätze zwischen den Besuchern freilassen.

Weitere Ergebnisse der Umfrage: Rund die Hälfte der Befragten wären auch damit einverstanden hat, dass nur Einlass erhält, wer die Tracing-App des Bundes installiert hat. Für Maskenpflicht wären immerhin 48 Prozent der Befragten. Weniger Zustimmung erhielten gastronomische Abstriche: 35 Prozent könnten sich mit vorverpacktem Essen anfreunden, nur 27 Prozent mit Getränken – also auch Bier – aus dem Automaten.

 

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