Virtuelle Events: Content, Dynamik, Interaktion

Online-Events müssen auf die digitale Dimension angepasst werden. Online- und Offline-Event-Experte Maximilian Pohl erklärt, worauf es bei der Planung von digitalen Events ankommt.

1_Maximilian-Pohl--(c)-Eventnet-GmbH

Seit der Corona-Krise steht das virtuelle Event-Parkett im Rampenlicht und zwingt die Veranstaltungsbranche dazu, etablierte Eventformate vom Analogen ins Digitale zu übersetzen. Der Erfolg von Online-Events hängt nicht nur von der Technik ab, sondern vor allem von relevanten Video-Elementen, Moderation und Dramaturgie.

2_Spannende-Inhalte-sind-ein-wesentlicher-Erfolgsfaktor-von-Online-Events-(c)-Eventnet-GmbH

Content: In der Kürze liegt die Würze

Zuschauer von Online-Events folgen dem Geschehen wie beim TV-Konsum passiv. Je nachdem wie hoch der Anteil der festen Fangemeinde einer Veranstaltung ist, liegt die Aufmerksamkeitsspanne zwischen 15 Minuten und maximal zwei Stunden. Alles, was darüber hinausgeht, setzt wirklich fesselnde Inhalte sowie ein sehr interessiertes Publikum voraus. Daher lautet der wichtigste Rat: In der Kürze liegt die Würze.

3_Ein-Regieplan-hilft,-bei-Online-Events-den-Überblick-bewahren-(c)-Eventnet-GmbH

Interaktionsmöglichkeiten nutzen

Die Interaktion zwischen Künstlern, Vortragenden und Moderatoren mit dem Publikum, aber auch die Interaktion der Teilnehmer untereinander ist einer der wichtigsten Mehrwerte von analogen Veranstaltungen. Erst dadurch entsteht ein gemeinsames Erlebnis. Diese Verbindung auch über das Internet herzustellen, ist eine Herausforderung. Eine Möglichkeit ist etwa, während des Online-Events regelmäßig einen «Netz-Reporter» zuzuschalten, der Zuschauerkommentare vorliest.

4_Ein-Kameramann-bringt-dynamische-Perspektiven-in-Online-Events-(c)-Eventnet-GmbH

Dynamik durch Perspektivenwechsel

Während Besucher von analogen Events notwendigerweise die Perspektive ändern, beschränkt sich das Event-Erlebnis bei Online-Events im schlimmsten Fall auf einen statischen Blickwinkel – den der Kamera. Deshalb empfiehlt es sich, so viel Dynamik in das Geschehen zu bringen wie möglich. Um den Live-Stream aufzulockern, sollten Veranstalter zwischen mindestens zwei oder mehreren Kameraperspektiven wechseln. Je nach Veranstaltung kann es sogar hilfreich sein, einen Kameramann zu beschäftigen, der in Bewegung bleibt und damit dynamische Perspektiven ins Spiel bringt.

* Maximilian Pohl ist Online- und Offline-Event-Experte bei Eventnet.de.

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