IFES reagiert auf Corona

IFES, der internationale Verband der Messebauer und Eventdienstleister, hat mit «Live for Life – C19» auf die Coronakrise reagiert. Das ist kreativ.

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IFES lanciert die amerikanische Initiative «Live for Life – C19». Es ist ein Zusammenschluss von Live-Kommuniationsexperten, die ihre Expertise jetzt kurzfristig und zum Überbrücken von Engpässen bei der CoVid-19 Bekämpfung zur Verfügung stellen. Dabei handelt es sich um die Errichtung von baulichen Strukturen wie Raumteilern, Patientenzimmern oder Testzentren und um planerische Kompetenz wie logistische Abläufe oder Wasser- und Elektrizitätsversorgung. 

Als global collaboration network sind die Mitglieder des IFES die internationale Zusammenarbeit über Länder- und Kulturgrenzen hinweg gewohnt», sagt IFES Geschäftsführerin Uta Goretzky. «Uns allen ist die Bekämpfung der Pandemie nicht nur eine Herzensangelegenheit. Ohne, dass das Virus global eingedämmt werden kann und Menschenleben gerettet sind, wird es keine Rückkehr zu normalen Handelsbeziehungen geben.»

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Konferenzzentrum wird zum Krankenhaus

Alles begann im Javits Center in New York. Das grosse Konferenz-Center musste binnen weniger Tage in ein Krankenhaus verwandelt werden, als die Covid-19 Welle über die Stadt hereinbrach. Waren zuerst simple bauliche Strukturen wie Trennwände und Warteräume gefragt, entwickelte sich dies binnen Tagen zur Nachfrage nach echten, sterilen und zertifizierten Krankenhausfascilitäten, bei denen Strom-, Wasser und Luftversorgung genauso gebraucht werden, wie Absauganlagen, die einen leichten Unterdruck erzeugen und so die Ausbreitung der Corona-Viren über Gänge in andere Bereich der Behandlungsräumlichkeiten verhindert.

Torsten Heinze, Geschäftsführer der deutschen Czarnowski Tochter und IFES-Vorstandsmitglied, koordinierte die Adaption des amerikanischen Konzepts zu einer globalen Plattform. «In Europa sind wir in den meisten Ländern bereits recht weit in der Bereitstellung von zusätzlichen Gesundheitsfascilitäten, aber Regionen wie Afrika oder Indien stehen an vielen Stellen noch am Anfang der Pandemiebekämpfung. Derzeit ist es unsere Aufgabe, das Partner-Netzwerk zu formieren, in dem auch Unternehmen herzlich willkommen sind, die nicht zu den IFES-Mitgliedern zählen. Entscheidend sind hier vielmehr die Kompetenz und der Wunsch zu helfen.» 

 

Für staatliche, private Organisationen und NGOs

Gegründet wurde die Initiative von den drei amerikanischen Unternehmen Czarnowski, Exploring und Georg P. Johnson. Inzwischen ist die Live-Event-Koalition auf über 80 Unternehmen angewachsen, die hier Amerika-übergreifend eng zusammenarbeiten. Im richtigen Leben sind diese Unternehmen Wettbewerber. «Die Idee, leere Kongresszentren in provisorische Krankenhäuser umzuwandeln, entstand innerhalb weniger Tage. Jeder, mit dem wir Kontakt aufnahmen, erklärte sich ohne Zögern bereit, sich der Koalition anzuschliessen», erklärt Dave Walens, Geschäftsführer von Exploring, eines der L4L-C19-Gründungsmitglieder. «Wettbewerber kommen hier als als Partner zusammen, um sich dieser aussergewöhnlichen Aufgabe zu stellen. Es zeigt sich einmal mehr: Diese Industrie ist prädestiniert, derartige Herausforderung anzunehmen und binnen kürzester Zeit Lösungen dafür zu finden.»

Die Grundidee zu globalisieren, dieser Herausforderung hat sich der IFES, International Federation of Exhibition and Event Services, angenommen und das Netzwerk von einer nationalen Idee zu einem globalen Zusammenschluss ausgeweitet.

Life4Life-C19 bietet staatlichen und privaten Organisationen genauso wie NGOs eine Anlaufstelle im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie. Partner finden diese Organisationen unter Live4life-c19.com.

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