Expo Event: Jetzt ist entschlossenes Lobbying nötig

Expo Event hat eine Medienmitteilung zur Pressekonferenz des Bundesrates vom 16. April erstellt, die im Inhalt in allen Punkten richtig ist, ein hervorragendes Papier. Wir wären noch weiter gegangen.

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Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, in Bundesbern Lobbying zu betreiben. Eines, das vom Verband historisch vernachlässigt wurde. Das Sekretariat von Expo Event Live Kommunikation ist in Bern angesiedelt beim Centre Patronal, es macht hervorragende Arbeit. Der Präsident des Verbandes lebt in Bern, die Kommunikationsagentur des Verbandes ist eine der renommiertesten in Bern. Und im Nationalrat sitzt der frühere CEO der Olma Messen, Nicolo Paganini. Dieses Netzwerk muss jetzt genutzt werden, sonst ist es kein Netzwerk.

Hier folgt die Medienmitteilung von Expo Event Swiss Live Com Association: «Kein Land in Sicht für hunderte Firmen mit tausenden Arbeitnehmenden: Der Bundesrat hat an seiner gestrigen Pressekonferenz den aktuellen Fahrplan in Sachen Lockdown-Ausstieg bekanntgegeben. Für hunderte von Firmen der LiveCom- Branche sind diese neusten Bestimmungen niederschmetternd bis tödlich. Darum formuliert der Verband Expo Event Swiss LiveCom Association im Namen seiner Mitglieder und sämtlicher betroffenen Firmen und Branchen einen neuerlichen Forderungskatalog an die Behörden.»

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Es ist längst kein Geheimnis mehr und es ist dramatisch: Ohne ein spezifisches Hilfspaket für die LiveCom-Branche stehen ganz viele kleine, mittelgrosse und auch grosse Unternehmen vor dem unmittelbaren Aus. «Unsere Branche, im Speziellen Veranstalter von Grossanlässen, Sportevents, Festivals und Messen waren die ersten und werden die letzten sein, welche von den Corona-Krise betroffen sind», so Eugen Brunner, Präsident der Swiss LiveCom Association (Bild). «Die Folgen daraus sind so mannigfaltig wie erschreckend, weil die sehr lange Wertschöpfungskette in ihre Einzelteile zerrissen wird.»

  • Zahlreiche Messen, Konferenzen oder Tagungen werden nicht nur in diesem Corona-Jahr, sondern auch in Folgejahren gar nicht mehr stattfinden können – oder zumindest nicht im normalen Umfang
  • Alle Firmen rund um die Konzeption, Gestaltung und den Aufbau dieser Anlässe verlieren substanzielle Aufträge
  • Aussteller verlieren massgebende Plattformen, um ihr Angebot zu präsentieren und abzusetzen
  • Hunderte bis tausende Arbeitnehmer stehen noch vor Sommerbeginn auf der Strasse; und sie werden so schnell keine Arbeit mehr finden

Zwei katastrophale Punkte spielen hier noch mit, die in der Diskussion um die Zukunft nach Corona verloren gehen: 

  • So gut wie alle Firmen, im Speziellen im Messebereich, haben ihre Leistungen bereits vor Wochen und Monaten erbracht, ohne in gebührendem Mass dafür entschädigt zu werden. Ein Genickbrecher sondergleichen.
  • Im Gegensatz zu anderen, ebenfalls stark betroffenen Wirtschaftszweigen, ist es im Umfeld der Messen und der LiveCom-Branche so, dass die entsprechenden Anlässe nicht von heute auf morgen wieder hochgefahren werden können, sondern – wenn überhaupt – erst in einigen Monaten wieder.

Die Forderungen des Verbands sind nun so klar wie nüchtern wie unmissverständlich: 

  • Eine baldige und stufenweise Aufhebung des Veranstaltungsverbotes, um sowohl den Kunden sowie den betroffenen Unternehmen eine gewisse Planungssicherheit zu gewährleisten, und um letzteren den Weg zu ebnen, ihre Tätigkeit wieder aufnehmen zu können.
  • Eine differenzierte Betrachtungsweise von «Veranstaltungen». Denn Messen, Kongresse und Tagungen sind keine Spassveranstaltungen, sondern integraler Bestandteil unseres Wirtschaftssystems. Darum die Forderung, diese Veranstaltungen – unter Berücksichtigung aller nötigen Sicherheitsvorkehrungen – so rasch wie möglich wieder zu ermöglichen.
  • Eine zusätzlich differenzierte Handhabung der Besucherzahlen für Veranstaltungen. Denn ausschlaggebend ist längst nicht alleine die Zahl der Besuchenden, sondern die Massnahmen, die zu deren Schutz getroffen werden. Sicherheit ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Business. Das war schon vor Corona so, und es wird nach Corona noch stärker so sein!
  • Darum: Konsequenter und regelmässiger Miteinbezug in die Planung dieser stufenweisen Aufhebung. Wir werden unsere Vorschläge bezüglich der Sicherheit von Veranstaltungen im konstruktiven Austausch einbringen und so die Aufhebung auf realistische und sinnvolle Weise vorantreiben.
  • All diese Forderungen berücksichtigen noch nicht einmal die äusserst prekäre finanzielle Situation der ganzen Branche. Die bisher gesprochenen und rasch «ausgelieferten» Hilfspakete werden auch von Verbandsseite her sehr begrüsst und dankbar entgegengenommen. Es gilt jedoch, die Situation haargenau und im Tagesrhythmus zu beobachten und aktuell zu beurteilen. Denn damit dieses Eco- System nicht komplett zerfällt und eine ganze Branche mit in den Abgrund reisst, sind gezielte Hilfspakete à fonds perdu mit grösster Sicherheit unverzichtbar. 
  • Wie seit Beginn der Coronakrise liegt unser Fokus nach wie vor auf der konstruktiven Zusammenarbeit mit Behörden auf nationaler, kantonaler und regionaler Ebene. Und ganz besonders liegt uns alles daran, die Gesundheit aller in der Schweiz lebenden Menschen mit aller Kraft zu schützen! 

Expo Event Swiss LiveCom Association, Eugen Brunner, Präsident» (Ende der Pressemitteilung).

 

Jetzt in die Live Kommunikation gehen!

In der Medienmitteilung fehlt etwas: Live-Kommunikation. Jetzt muss Live-Lobbying erfolgen, das über eine Pressemitteilung hinausgeht. Die Berner Politiker müssen ins Vertrauen gezogen werden. Mit ihnen muss gesprochen werden. Um dann daraus die zweite Lücke in der Medienmmitteilung zu schliessen: ein Massnahmenpaket für die Live Kommunikationwirtschaft von Messeveranstaltern, Eventveranstaltern und der sie flankierenden Dienstleistungswirtschaft. 

Die Live Kommunikation verdient das. Und die vom Eventgeschäft nutzniessende Wirtschaft. Gemäss Schätzungen bewirkt ein Franken, der im Messe- und Eventgeschäft ausgegeben wird, 8 bis 10 Franken an wirtschaftlichen Effekten und das sind in der Schweiz dann gemäss den jüngsten Schätzungen von Expo Event rund 7 Milliarden Franken.

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