Coronavirus: Krisen bieten Chancen für Veränderung

Die Eventagentur Bright Entertainment hat auf das bundesrätliche Verbot von Events mit über 1000 Personen mit Massnahmen reagiert. Aus der jetzigen Situation versucht man das Beste zu machen und vor allem kühlen Kopf zu bewahren.

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Während ich auf die Verbindung mit Markus Walder, Geschäftsführer der Live Kommunikationsagentur Bright Entertainment warte, läuft im Hintergrund der Monty Python-Song «Always look on the Bright Side of Life». Aber das ist ein Zufall, nicht einmal Bright Entertainment könnte sich im Zeichen von Corona eine so passende Dramaturgie einfallen lassen und ausschliesslich auf die hellen Seiten schauen. Die Agentur bemüht sich, in der jetztigen Situation die Chancen zu erkennen und diese auch proaktiv wahrzunehmen. 

Zur Zeit dominiert aber eine grosse Besorgnis um die Branche, wie Markus Walder sagt. «Die meisten Kunden wollen oder können im Moment nicht oder nur teilweise über LiveCom-Projekte sprechen, geschweige denn darüber entscheiden, weil sie sehr stark mit anderen betriebsinternen Massnahmen beschäftigt sind». Bright Entertainment hat sich deshalb nach dem Bundesratsentscheid vom 28. Februar über allfällig vorbereitende Massnahmen Gedanken gemacht und Ende letzter Woche die Voranmeldung für Kurzarbeit eingereicht «Ob und in welchem Ausmass wir davon Gebrauch machen werden, ist momentan noch offen. Diese Massnahmen sehen wir als Absicherungspuffer und als verantwortungsvolles Handeln.»

«Auf jeden Fall müssen wir uns sowie die ganze Branche etwas einfallen lassen.» Bright Entertainment arbeitet gezielt an allen bestehenden Projekten weiter, ist in engem Dialog mit den Kunden und entwickelt weitere neue Eventformate. Mit Partnern und Dienstleistern steht man ebenfalls in engem Kontakt und sucht nach mittel- und längerfristigen Lösungen – ganz im Sinne einer «Bündelung der Kompetenzen und Kräfte».

Es muss jedoch nichts schöngeredet werden. Die Lage ist ernst. Trotzdem versucht Bright Entertainment mit der Devise «Krise als Chance» einigermassen auf das Coronaszenario zu reagieren. «Wir werden entweder Gebrauch von Kurzarbeit machen müssen oder uns etwas einfallen lassen, wie wir zeitlich verlagert, hoffentlich im zweiten Halbjahr, wieder ‹back to normal› kommen können.»

Und was erwartet man vom Bundesamt für Gesundheit am 15. März, was das laufende Verbot von Anlässsen von mehr als 1000 Personen betrifft? «Wir gehen davon aus, dass das Verbot weitergezogen wird, weil es aus unserer Sicht leichtfertig wäre, das nicht zu tun. Verantwortungsvolles Handeln ist in allen Belangen und auf allen Ebenen gefragt. Wenn es die Situation zulässt, befürworten wir gewisse Lockerungen des Verbots. Diese Lockerungen sollen aber schweizweit erfolgen – «Kantönligeist hat hier nichts zu suchen.» Lockerungen sind das eine, die Einstellung unserer Kunden und der einzelnen Entscheidungsträger jedoch das andere. Es braucht jetzt seine Zeit und vor allem Besonnenheit.

Die meisten Messen und Grossevents wurden abgesagt. Das macht wohl auch grossen Sinn, da doch ein Grossteil der Besucherinnen und Besucher vom Ausland an diese Veranstaltungen kommen. «Geistermessen oder -events will keiner.» sagt Markus Walder. Bright Entertainment bereitet sich auf die Zeit nach Corona vor und ist bereit. 

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