Warum «Marketing-Nerds» wichtig sind

Im Laufe dieser Woche wurde mir bewusst, dass die Unterteilung in klassisches Marketing und Digital Marketing unnötig ist – es bedarf keiner Mauer dazwischen. Vielmehr geht es darum aus verschiedenen Blickwinkeln auf das Marketing-Feld zu schauen und das heute stark digital geprägte Marketing als eine organische Entwicklung aus dem klassischen Marketing zu sehen ist. Beide […]

Im Laufe dieser Woche wurde mir bewusst, dass die Unterteilung in klassisches Marketing und Digital Marketing unnötig ist – es bedarf keiner Mauer dazwischen. Vielmehr geht es darum aus verschiedenen Blickwinkeln auf das Marketing-Feld zu schauen und das heute stark digital geprägte Marketing als eine organische Entwicklung aus dem klassischen Marketing zu sehen ist. Beide Felder bedingen einander gegenseitig. Auf Grund auch des knappen Talent-Pools in der Schweiz würden Mauern zwischen den Fachdomänen die Situation noch zusätzlich verschärfen – wer will das schon.Es ist Zeit für Marketing-Nerds  Im Volksmund ist der Begriff Nerd etwas negativ besetzt – man stellt sich einen salopp gekleideten, bleichen Code-Hacker vor der kaum am gesellschaftlichen Leben teilnimmt. In Software-Entwickler-Kreisen wird der Begriff Nerd als Kompliment verstanden. Eine Person die leidenschaftlich an einer Problemlösung arbeitet und nicht loslässt bis das Ziel erreicht ist. Ed Catmull, Gründer und Präsident von Pixar-Studios, führt den Erfolg von Pixar nicht zuletzt auf das kooperative Zusammenarbeiten von Informatikern und Marketing-Leuten zurück. Pixar ist damit wohl die erste Firma die schon in den 90-er Jahren mit Marketing-Nerds Welterfolge mit ihren prämierten Trickfilmen feiern konnte. Marketing-Nerds sind auch darum wichtig, weil Marketing immer mehr Verständnis für Technologien verlangt. In seiner glasklaren Keynote hat Ed Catmull auch klargestellt, dass Kreativität begrifflich viel zu eng gefasst wird. Für ihn heisst Kreativität Probleme Lösen und dies in allen Unternehmens- und Lebensbereichen.Seine zweite Schlüsselaussage war, dass Fehlerverhinderung kreativitätstötend ist. In einem Kreativprozess sind Fehler etwas natürliches und absolut erwünscht.Bild 3 HubSpot_Gregor-HufenreuterMK Welches sind aus Ihrer Sicht die relevanten Vertriebstrends im deutschsprachigen Raum?  GREGOR HUFENREUTER Weil Kunden sich vor dem ersten Kontakt mit dem Anbieter aus verschiedenen Quellen aufdatieren verändert sich die Rolle des Verkäufers hin zum Berater.  Als Berater muss dem Kunden Mehrwert geboten werden und die Darstellung der Geschäftssituation muss eine mittelfristige Perspektive haben.MK Wie beurteilen Sie die aktuelle Marktposition von HubSpot im DACH-Raum?CHRISTIAN KINNEAR Wir befinden uns in einer frühen Phase der Marktpositionierung. Seit zwei Jahren geht es darum das englische Content-Material auf den deutschsprachigen Raum anzupassen. Die Eröffnung des Büros in Berlin unterstreicht die Bedeutung des DACH-Raumes für HubSpot.MK Was ist Ihre zentrale Botschaft an Ihre Vertriebskollegen im deutschsprachigen Raum?HUFENREUTER Entwickelt euch zum Trusted Adviser für eure Kunden, stellt gute Fragen damit ihr den Kunden besser versteht und seid verfügbar wenn ihr gebraucht werdet.MK Wo sehen Sie die grösste Herausforderung auf dem Weg vorwärts?KINNEAR Die Entwicklung von einer Firma mit einem Produkt hin zu einer Plattform mit drei Lösungen verlangt sehr Synchronisation – daran arbeiten wir intensiv.Die INBOUND 2017 neigt sich dem Ende und so folgt dann noch ein abschliessender Beitrag aus Boston.Inbound 2017 BostonUnser Korrespondent Christoph Oggenfuss schreibt diese Woche täglich von der Inbound 2017 Marketing Konferenz in Boston. Mit 21’300 Teilnehmenden aus ca. 100 Ländern und fast 300 Speakern ist die Inbound wohl die grösste Marketing-Konferenz weltweit.
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