49 Minuten täglich mobil im Internet

MOBIL 97 Prozent der Schweizer Bevölkerung nutzten 2014 ein Handy oder ein Smartphone. Besonders stark hat die Mobilfunknutzung bei Personen im Alter ab 65 zugenommen. Ausserdem wird weniger telefoniert und mehr mobil gesurft. Dies ergab eine repräsentative Befragung von gfs.bern im Auftrag von Forum Mobil.  Das Wichtigste in Kürze:•     97 Prozent der Schweizer Bevölkerung haben […]

Das Wichtigste in Kürze:•     97 Prozent der Schweizer Bevölkerung haben ein Mobiltelefon•     Durchschnittlich wird nur noch 17 Minuten pro Tag telefoniert (2010: 29 Minuten)•     Mobile Internetnutzung stark gestiegen: heute 49 Minuten pro Tag (2010: 7 Minuten)•     Bei 79 Prozent der Befragten überwiegt der Nutzen die möglichen Risiken der ImmissionenDas Mobiltelefon entwickelt sich mehr und mehr zum einem Multifunktionsgerät. So geben die Befragten heute an, durchschnittlich rund 17 Minuten pro Tag zu telefonieren. Bei der letzten Befragung im August 2010 ergab sich hierfür ein Wert von 29 Minuten. Gleichzeitig steigt die Nutzung von mobilen Internetanwendungen von durchschnittlich 7 Minuten (2010) auf heute knapp 50 Minuten pro Tag. 83 Prozent aller Befragten geben dabei an, über das Smartphone das mobile Internet zu verwenden. Vor vier Jahren waren dies gerade mal 24 Prozent. Trotzdem bleiben die klassischen Funktionen wie Telefonieren und SMS weiterhin die am meisten genutzten Anwendungen. Als dritthäufigste Verwendung wurden E-Mails und Mitteilungsdienste genannt. Vor allem Jüngere nutzt das Smartphone regelmässig und häufig für Aktivitäten in den sozialen Medien.

Mobile-Internet
Das Smartphone wird mittlerweile mehr für das Surfen im Internet statt für das Telefonieren genutzt.Mobilfunknutzung bei den über 65-Jährigen stark gestiegen2010 haben gerade mal 56 Prozent der über 65-Jährigen ein Mobiltelefon benutzt. Heute hat die Durchdringung bei dieser Gruppe 93 Prozent erreicht. Mit der zunehmenden Nutzung der über 65-Jährigen hat auch die Sensibilität gegenüber gesundheitlichen Risiken leicht zugenommen. Es ist davon auszugehen, dass gerade Menschen, die sich erst später mit einer Technologie auseinandersetzen, dieser zu Beginn etwas skeptischer gegenüberstehen. Dennoch überwiegt der Nutzen der vielseitigen Möglichkeiten der Mobilfunktechnologie auch bei den über 65-Jährigen klar.
Mobile-Dauer
Über 65-Jährige nutzen ein Smartphone immer häufiger. Risiken marginalisiert79 Prozent aller Einwohnerinnen und Einwohner stellen den Nutzen in den Vordergrund, während nur 15 Prozent risikoorientiert sind. Damit ist das grundsätzliche Bild das gleiche, wie es seit Beginn der Beobachtung 2003 erfasst wurde. Interessanterweise hat sich die Beurteilung der gesundheitlichen Risiken leicht verändert. Die Befragten sehen heute die Strahlungsquelle nicht mehr hauptsächlich bei der Mobilfunkantenne, sondern nehmen vermehrt das Mobiltelefon selbst als mögliches Risiko wahr. Dass aber auch Personen mit einer Risikowahrnehmung mehrheitlich selber Handys nutzen, deutet darauf, dass das Problem nicht verdrängt, aber in der Abwägung zwischen Risiko und Nutzen marginalisiert wurde.
Risiken
Heute wird das Smartphone als Risikofaktor angesehen.Wahrnehmung der möglichen QuellenverursacherWertet man die Antworten der Befragten hinsichtlich der Verursacher von elektromagnetischen Feldern aus, zeigen sich ebenfalls interessante Erkenntnisse. Im Vergleich zur letzten Umfragen sehen mehr Befragte eine mögliche Gefährdung durch Elektrosmog bei fast allen möglichen naheliegenden Quellen. Vor allem hat die subjektiv empfundene Gefährdung durch WLAN, schnurlose Telefone (DECT) und Smartphones deutlich zugenommen. Hingegen konstant wird die Gefährdung durch Mobilfunkantennen eingeschätzt. Angeführt wird diese Auswertung seit Beginn der Befragten im Juni 2003 von den Gefahren durch Hochspannungsleitungen.Weitere Informationen und vollständige Studie unter: www.forummobil.ch
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