Studie prophezeit Online-Kaufrevolution

ONLINE-SHOPPING Was für Produkte kaufen Schweizer im Internet? Und aus welchen Gründen brechen immer mehr jüngere Online-Shopper ihre Kaufhandlungen ab? Eine Studie der HSG liefert Antworten. Eine Studie der HSG zeigt, dass insbesondere Frauen immer öfter Textilien online erwerben.Konsumenten jeden Alters verbringen immer mehr Zeit mit der Produktsuche über das Internet. Besonders beliebt ist das […]

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Eine Studie der HSG zeigt, dass insbesondere Frauen immer öfter Textilien online erwerben.Konsumenten jeden Alters verbringen immer mehr Zeit mit der Produktsuche über das Internet. Besonders beliebt ist das Einkaufen von Kleidern im Netz, zeigt die jüngste Online-Handel-Studie des Forschungszentrums für Handelsmanagement an der HSG. Befragt wurden über 1000 Verbraucher in der Schweiz.Zu den digital am schnellsten wachsenden Branchen in den letzten zwei Jahren gehören Bankdienstleistungen (+10.9%), Eintrittstickets (+10.5%), Videos/DVDs (+9.6%), Zugtickets (+8.8%), Musiktitel (+8.7%), Software (+7.0%), Ferienreisen (+4.6%) sowie Flugtickets (+1.8%).Der situative Einkauf (mal im Internet, mal im Laden) wächst am stärksten in klassischen Handelsbranchen, wie Bekleidung (+13.5%), Schmuck (+11.2%), Elektronik (+9.2%), Körperpflege (+8.3%), Möbel (+4.6%) und Lebensmittel (+3.9%).Die Verschiebungen gehen zulasten des Einkaufs im Laden, der in allen Branchen an Beliebtheit verliert. «In einigen Branchen, wie dem Bekleidungshandel, könnte es in den nächsten Jahren zu einer Online-Kaufrevolution kommen», sagt Prof. Dr. Thomas Rudolph, Direktor des Forschungszentrum für Handelsmanagement (IRM-HSG). «Insbesondere die weibliche Kundschaft kauft seit zwei Jahren Textilien wesentlich öfter online ein und sucht im Netz nach Inspiration für neue Artikel.»Freizeit findet stärker «online» stattDreieinhalb Stunden ihrer Freizeit verbringen jüngere Konsumenten unter 25 Jahren pro Tag im Internet. Die Nutzungsintensität hat sich zwischen Männern und Frauen weitgehend angeglichen, aber die Interessen unterscheiden sich dennoch. Frauen nutzen das Internet häufiger als Männer, um mit anderen zu kommunizieren. So nennen rund 25% der Frauen das soziale Netzwerk Facebook als beliebteste Webseite; bei Männern sind es nur 16%. Männer suchen dafür lieber nach Neuigkeiten im Internet, bevorzugt auf Unterhaltungsportalen und Nachrichtenseiten. Als übergreifender Trend macht sich eine zunehmende Spassorientierung breit. Fast 69% der Schweizer Internetnutzer gehen eher häufig online, um «sich zu amüsieren.» Vor zwei Jahren waren es erst 54%.Das Motiv, sich online «weiterzubilden» verharrt dagegen auf dem gleichen Niveau. «In den letzten zehn Jahren beobachten wir eine steigende Spassorientierung im Internet», sagt Dr. Oliver Emrich, Assistenzprofessor am Forschungszentrum für Handelsmanagement. Dieser langfristige Trend wird in den letzten Jahren verstärkt durch das mobile Internet. Rund 73% der Internetnutzer nutzen mindestens wöchentlich den Zugang über das Smartphone; 2013 waren es nur 66%.Skepsis unter jüngeren InternetnutzernAls Gegentrend zur steigenden Online-Affinität werden einige Kaufbarrieren wieder relevanter. Mehr Konsumenten brechen ihren Online-Kauf ab, weil sie schlechte Erfahrungen gemacht haben (21% Zustimmung), sie den Heimlieferservice als schlecht empfinden (25%) oder das Angebot ihren Vorstellungen nicht entspricht (27%).Jüngere Internetnutzer unter 25 Jahren verhalten sich gegenüber dem Internet heute deutlich kritischer als noch vor zwei Jahren. Grundsätzliche Vorbehalte gegenüber dem Internet als Einkaufskanal (z.B. grundsätzliches Missfallen) nehmen aber in allen Alterssegmenten weiter ab.Mehr Infos zur Studie gibt es hier.
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