E-Papers nehmen rasant zu

DIGITALE AUFLAGEN Das Auflagenbulletin 2013 der WEMF weist den Zeitungen zum Teil deutlich höhere E-Paper-«Auflagen» aus als noch 2012. Das zeigt: Die Nachfrage nach Digitalabos steigt. Erstmals wird aber auch sichtbar, dass die Verlage diesen Kanal mit vielen Gratis- oder Billigstabos pushen. Ein Gratisanteil von 50 Prozent und mehr ist keine Seltenheit. Digitalabos sind gefragt: […]

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Digitalabos sind gefragt: Die Auflagenzahlen der WEMF 2013 zeigen einen deutlichen Anstieg von «E-Papers». Dies liegt auch an einem hohen Anteil von Gratis-Abos.VON MARKUS KNÖPFLIIm Auflagenbulletin 2013 sorgt die WEMF für mehr Transparenz, auch bei den E-Papers: Sie führt nicht mehr bloss die bezahlten E-Papers auf, sondern neu auch die gratis verbreiteten. E-Papers, also PDFs, die identisch sind mit der gedruckten Ausgabe, werden zudem neu Replicas genannt, dies im Gegensatz zu Non-Replicas, digitalen Ausgabeformen, die fortlaufend aktualisiert werden.Zahlreiche Titel verzichten auf Ausweisung von ReplicasIm Auflagenbulletin 2013 weisen einige Titel erstmals Replicas aus, so Tribune de Genève, die beiden Le Matins, die Zentralschweiz am Sonntag und Bilan. Umgekehrt verzichten zahlreiche Titel neuerdings darauf – etwa Blick, SonntagsBlick, Berner Zeitung, Beobachter, Bilanz, Handelszeitung, Nordwestschweiz, PME Magazine und Walliser Bote. Weshalb?Eine Nachfrage bei den Verlagen ergab, dass alle diese Titel bisher nur kleine «Replica-Auflagen» hatten. Weil nun die detailliertere Beglaubigung zusätzlich kostet, verzichteten sie aus Kosten-Nutzen-Überlegungen darauf. Manche Verlage machten auch technische Gründe geltend: Gemäss WEMF müsse jeder Download genau einer Person zugewiesen werden, hielt etwa Patricia Buck von Axel Springer Schweiz fest. Konkret wäre also eine Registrierung oder ein Login nötig. «Dazu hätten wir aber kostspielige technische Investitionen auf unserer Website vornehmen müssen», schrieb Buck.Fast alle Titel verzeichnen ZuwachsAuffallend ist, dass fast alle Titel, die schon 2012 ein E-Paper auswiesen, 2013 einen starken Zuwachs verzeichnen – sowohl in absoluten Zahlen als auch prozentual. Bei den verkauften Replicas liegen die Zuwachsraten zwischen 18% (Journal du Jura) und 1600% (in Worten: eintausendsechshundert Prozent!) (Tages-Anzeiger). Ausnahme: Der Quotidien Jurassien legte «bloss» um 2,6% zu.Den ganzen Beitrag mit einer grossen Tabelle zu den E-Papier-Auflagen von Schweizer Zeitungen und Zeitschriften als PDF: MK Magazin, Medien, Ausgabe 12/2013
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