6. Schweizer Digital Gipfel im Zeichen der Künstlichen Intelligenz

Die Standort-Initiative Digitalswitzerland lud am Montag und Dienstag zum 6. Schweizer Digital Gipfel. Über 100 Vertreter:innen aus Bildung, Wirtschaft und Politik tauschten sich auf dem Bürgenstock in Nidwalden über den rasanten Fortschritt der Künstlichen Intelligenz aus. Ausserdem soll die Standort-Initiative einen neuen Präsidenten erhalten.

Marc Walder, gemeinsam mit Stefan Rösch-Rütsche, Marcel Stalder, Helmut Ruhl und Antimo Perretta (v.l.n.r.) (Bilder: zVg. Digitalswitzerland/Liliana Lafranchi)

Verschiedene Redner:innen präsentierten im Rahmen des 6. Schweizer Digital Gipfel ihre Gedanken zum schnellen Fortschritt der Künstlichen Intelligenz: Meredith Whittaker, Präsidentin des Nachrichten-Dienstes Signal, Zack Kass, ehemals OpenAI, Alex Osterwalder, Bestseller-Autor und Strategie-Berater, Henrik Werdelin, serieller Unternehmer sowie Martin Hoffmann, Co-CEO von On. Das Event von Digitalswitzerland bot eine relevante Plattform für den Austausch rund um Chancen und Risiken der Technologie.

«Wir befinden uns am Anfang eines neuen Technologie-Zeitalters. Die intelligente Bewältigung von exponentiellem Wachstum und radikaler Veränderung ist eine enorme Chance», so Marc Walder, Gründer von Digitalswitzerland und Ringier-CEO. «Zentrale Herausforderungen in dieser neuen Technologie-Etappe sind Anwendung, Bildung, Regulierung, Ethik und gesellschaftlicher Umgang. Hierzu leisten wir in diesen beiden Tagen einen Beitrag.»

So sieht dann auch Kathrin Braunwarth, CIO der AXA Schweiz, das grosse Potenzial: «Wir betreuen rund zwei Millionen Versicherte in der Schweiz und denken deshalb schon lange digital. Durch unzählige Interaktionen auf den verschiedensten Ebenen sehen wir viel Potenzial, das Kundenerlebnis der Zukunft mittels KI noch einfacher, individueller und effizienter zu gestalten. Dieses Ziel treiben wir aktiv und mit grosser Priorität voran.»

Amag-CEO Helmut Ruhl schätzt die breite Perspektive des Anlasses: «Wie KI die Nutzung unserer Fahrzeuge für Kundinnen und Kunden bereits heute vereinfacht, dürfte nur noch wenig Erstaunen auslösen. Da wir aber heute über das Auto hinaus, beispielsweise in den Energiesektor hineindenken und planen, ist für uns der Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlichster Branchen von grossem Wert. Und darum sind wir hier richtig.»

Ganz ähnlich sieht das Stefan Rösch-Rütsche, Country Managing Partner von EY Schweiz: «Unser Geschäft bedingt breite Kenntnisse über alle Vorgänge in der Wirtschaft. Und wenn eine Entwicklung mit einer Geschwindigkeit voranschreitet, wie es aktuell bei KI der Fall ist, dann wollen und müssen wir an vorderster Front mit dabei sein. Lebendiger Austausch wie an diesem Anlass ermöglicht dies.»

Wie der Blick am Dienstag berichtete, soll die Standort-Initiative einen neuen Präsidenten erhalten. «Am Rande des 6. Digitalgipfels» sei bekannt geworden, dass der ehemalige SBB-CEO Andreas Meyer das Digitalswitzerland-Präsidium von Sascha Zahnd übernehmen soll, heisst es. Meyer soll an der Generalversammlung vom 29. Mai offiziell zum Präsidenten gewählt werden.

Zack Kass, ehemaliger Head Go To Market bei OpenAI.
Marcel Stalder, Chain-IQ-CEO.
Meredith Whittaker von Signal.
Olivia Kinghorst.

Weitere Artikel zum Thema