Digitales «Album des Lebens» kostet erst beim Teilen

Mit Whatalife geht eine neue Plattform «zur Erinnerung an Lebensgeschichten in Bildern» an den Start. Das digitale Fotoalbum kann man allein oder zusammen mit Familie und Freunden erstellen und teilen.

Whatalife.ch will «einen schönen Beitrag an die Verarbeitung des Todes und an die Freuden des Lebens» leisten. Weiter erklären die Gründer: «Der Tod ist mit Trauer, Schmerz und Abschied verbunden. Aber wo bleibt
das vergangene Leben, wo die vielen schönen Momente, die man mit den
geliebten Menschen verbracht hat? Sie sind verteilt in den Köpfen der
Angehörigen und auf den Fotos, die hundertfach gemacht wurden. Wie
praktisch wäre es, man könnte alle diese Erinnerungen in einem Fotoalbum
vereinen und gemeinsam teilen. Viele unvergessliche Momente kämen so
zusammen, die Erinnerung an die geliebte Person würde bereichert und nie
verblassen.»

Erstmal ist es kostenlos

whatalife.ch ermöglicht es den Usern, digitale private Alben zu
erstellen. Ob auf dem Computer, einem iPad oder auf dem Handy: Es ist
ganz einfach und mit ein paar Klicks hat man sein kostenloses Album mit
einer unbegrenzten Anzahl Bilder eröffnet. Jeder Albuminhaber bestimmt,
wer auf das Fotoalbum zugreifen und Bilder hochladen darf und mit wem
man diese schönsten Momente teilen möchte. Sobald das Fotoalbum geteilt
wird, fällt eine einmalige Gebühr von 120 Franken an.

Persönlich motivierte Gründer

Gilles Bachmann, Adrian Stitzel und Cédric Tribolet sind alle um die 50. Nicht
nur ihr Alter verbindet sie. Aus unterschiedlichen Gründen, und seit
einiger Zeit auch gemeinsam, beschäftigen sie sich mit der Frage, wie
man in unserer digitalen Welt geliebten verstorbenen Menschen gedenken
kann. Da ist Gilles Bachmann, Designer, Tennisspieler und
Naturliebhaber, der an der Abdankung seines Vaters viele neue und
spannende Lebensgeschichten über denselben hörte. Und sich dann
wünschte, er hätte ein paar schöne Fotos aus dieser Zeit.

Adi Stitzel, verheiratet und Vater von zwei Töchtern, versuchte nach dem Tod seiner
Mutter mit viel Mühe eine Chronik ihres Lebens zusammenzustellen. Und
fragt sich, ob es seine Kinder beim gleichen Vorhaben einfacher haben
werden.

Für Cédric Tribolet schliesslich, Kung Fu Kämpfer und fast immer
mit Musik auf den Ohren unterwegs, ist seine Gedenkfeier ein wichtiges
Thema. Schon vor 10 Jahren hat er eine Spotify-Playlist eröffnet mit den
Songs, die an diesem Event gespielt werden sollen. Keine Tränen- oder
Trauersongs, sondern Rock’n’Roll, der das Leben widerspiegelt.

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