Wenn der Rotor heiss läuft

All work, no beach! Nur Arbeit, nix Strand. Was das offizielle Cannes-Motto vor zwei Jahren war, setzt sich auch heuer fort. Neben Filmscreenings ohne Ende, Besuch der Press-, der Outdoor-, der DM- und der Promo-Shortlist-Exhibitions...

Zum Zehnjährigen Jubiläum von rotor Agentur für Kommunikation erschienen über 200 geladene Gäste. Nach einer ersten Stärkung mit Food & Drinks im In- nenhof der Agentur, schrieben sich 64 Rennwillige zum Qualifying des Zehnten Grossen Preises von Zürich ein. Ob als Carrera-Pilot oder als Zuschauer; es herschte Hochspannung bis zum Abwinken. Nach der Siegerehrung, welche die charmante Miss Carrera 2006 vornahm, geleiteten DJ Steve McQueen und die Unplugged-Band Los Bandidos mit ihrem Tequilla Racing Punk bis tief in die Nacht hinein.Das anschliessende Rennen wurde paarweise im K.O.-System 1 gegen 1 ausgetragen. Zwischen den Rennen fachsimpeln Beat Engeler von Fischer Architekten AG und Martin Hauser, Mitinhaber rotor über die Leistungen der Fahrer.Grosses Staunen auf der VIP-Tribüne: Bernd Götz von Swiss Re mit Ehefrau Inge, Lorenz Hauser Musik- und Eventspezialist und Gilles Bachmann von Fauxpas Grafik.Peter Burri, Marketingleiter der Gesundheitsförderung Schweiz coacht seinen Sohn Tim. Miss Carrera 2006 Oxana Fedorova überreichte den Finalisten die Preise. Der Zweitplatzierten André Becchio wurde tröstend in die Mitte genommen. Und der Sieger Oliver Fitze Inhaber Hum Records freute sich über das hart erkämpfte Carrera-Package.Danach feiert der Rennsportzirkus bis in die frühen Morgenstunden den rotor Jubiläums-Grand Prix zum legendären Tequilla Racing Punk von Los Bandidos. Text & Bild: rotor
 
Upload: Beat Fritsch
Support: Kathrin Fischer
Good Job: Urs Bühler
 Ab nächstem Montag (19.6.06) wird an dieser Stelle die tägliche Shortlist-Berichterstattung aus Cannes zu finden sein.BildunterschriftBildunterschriftBildunterschriftBildunterschriftBildunterschriftBildunterschriftBildunterschriftBildunterschriftAll work, no beach! Nur Arbeit, nix Strand. Was das offizielle Cannes-Motto vor zwei Jahren war, setzt sich auch heuer fort. Neben Filmscreenings ohne Ende, Besuch der Press-, der Outdoor-, der DM- und der Promo-Shortlist-Exhibitions (nicht zu vergessen von ebenso endlosen Partynächten) steht den Besuchern ein umfangreiches Seminarprogramm zur Verfügung, das sich ebenfalls im Stundenrhythmus über den ganzen Tag erstreckt. Die Werbewoche hat heute vier davon herausgepickt, um einem eine Vorstellung zu geben, wie vielfältig und extrem interessant das Festival geworden ist, seit es von den Messespezialisten von Emap übernommen worden ist.Bereits um 10 Uhr morgens gab die wohl ausgefeilteste Post-Production-Schmiede „The Mill“ eine eindrückliche Demo der Special-Effect-Software „Massive“ zum Besten. Das Programm beruht auf Artificial Intelligence und Fraktal-Algorithmen. Entwickelt wurde es ursprünglich, um die Ork-Armeen aus Herr der Ringe auf den Screen zu bringen. The Mill waren die ersten, die Massive auch für Werbespots einsetzten. So wurde der Menschenberg des Grand-Prix-Gewinners von vor zwei Jahren (Playstation) mit Massive kreiert. The Mill gewann übrigens für die Visual Effects in Ridley Scotts Gladiator einen Oscar.Dass heute Blogs oder TV-Serien mehr Einfluss auf die Populärkultur haben als Werbung war die Kernaussage im Seminar von J. Walter Thompson (JWT), welches vom Craig Davis, Chief Creative Officer Worldwide moderierte wurde. Im Podium sassen Schauspieler Martin Sheen, der bei uns vor allem durch seine Rolle in Apocalypse Now, in Amerika aber auch durch sein Engagement gegen die konservativen Regierungen Reagan und Bush 1 + 2 berühmt ist. Die TV-Serie West Wing, in der er einen liberalen Präsidenten gibt, hatte wohl mehr politischen Einfluss in Amerika als die Leitartikel der Times. Martin Sheen präsentierte sich hier als enorm eloquenter und belesener Zeitgenosse mit viel Esprit.Ebenfalls sehr einflussreich ist Arianna Huffington. Die Gründerin des Blogs „HuffingtonPost.com“ schreibt enorm erfolgreich sowohl gegen den journalistischen wie auch den Meinungs-Mainstream an.Der wohl einflussreichste Mann auf dem Podium hiess aber Michael Patrick King, was Moderator Davis zum Bonmot veranlasste, dass wer drei Namen führe sicher eine wichtige Person sei. King ist Erfinder, Produzent und Autor der Kultserie Sex & the City und hat wohl die Sit-com-History der letzten Jahre geprägt wie kein anderer (so wurde u. a. die fiktionale Figur Kelly Bradshaw in England zu einer der einflussreichsten Frauen gewählt). King gab ebenfalls eine herrliche Geschichte zum Besten. Ein kanadischer Getränkeproduzent (vermutlich Seagram) bot eine Million Dollar dafür, dass Kelly an der Bar ein eben im Markt eingeführtes Produkt bestellte. Der Sender lehnte dies ab. Darauf kam das Anliegen, dass ja eine unbekannte Person neben Kelly an der Bar den Drink bestellen könnte. Auch das kam nicht an. Letztlich bestellten im Hintergrund zwei Frauen den Drink, als während eines Kameraschwenks die Figur Kelly Bradshaw vorbeirauschte. Earning, one million bucks, freute sich King diebisch von der Bühne herab.(Anmerkung des Redaktors: All die anderen Markenfetische aus Sex & the City (Manolo Blahnik etc.) sind charaktertypische Ploteigenschaften, da bezahltes Product Placement im US-TV ist eine sehr heikle Geschichte ist. Dennoch hat man sich natürlich bei Blahnik über die Gratis-PR gefreut).Ein Must für Freunde von etwas schrägeren Geschichten ist jeweils das Seminar von Hermann Vaske, Kult-Regisseur und in eine Reihe zu stellen mit Directors wie Joe Pytka oder Jean-Paul Gould. Leider sind Vaskes Werke nur schwer mit Worten zu beschreiben, da sie ein Feuerwerk an Kreativität, Information und Visualität bilden. Nur soviel: Dieses Jahr gings um Fussball, im dokumentarischen Teil des Films kamen Fussballstars wie Pelé, Beckenbauer und Henry zu Wort, aber auch Musiker Dave Stewart (Eurhythmics), Filmstar Dennis Hopper und Alt-Politiker Henry Kissinger gaben ihre Statements ab. Gehostet wurde das Ganze vom englischen Starkomiker und Monty-Python-Mitgründer John Cleese.Eine einzigartige Case-Study ist auch der Aufbau und Erfolg der erst vor knapp vier Jahren gegründeten brasilianischen Agentur „Africa Propaganda“. Neu, frisch und namenlos machte sich die Agentur damals in den brasilianischen Markt auf, und setzte erst einmal unübersehbare Zeichen mit dem eigenen Branding. Ein ungewöhnlicher Name, ein einprägsames Logo, und ganz viele Begleitmassnahmen, beispielsweise die Lancierung eines Songs (Refrain: Ich bin der Sohn des Bossa Nova, der Enkel des Samba, mein Geheimnis ist die Fusion von Europa und Umbanda, ich bin Afrika) und die Herausgabe eines eigenen Kreativmagazins, dass aber keine Review der eigenen Arbeiten ist, prägten die Markteinführung. Mit dem Resultat, dass Kunden kamen, die auch eine solch professionelles Branding wollten. Zum besseren Verständnis: In Brasilien gilt das Sprichwort: Africa is just another word for Bahia. Auch das Interieur der Agentur ist folgerichtig strikte auf Afrika gestylt.Das Resultat: Africa ist die Top-of-Mind-Agentur Brasiliens und auch die am schnellsten wachsende in der brasilianischen Werbegeschichte überhaupt. Bis Africa auch Europa erreicht, dürfte nicht mehr allzu viel Zeit vergehen.
 Text & Fotos: Beat Philippe FritschErstellt auf AppleUnterstützt von OlympusDie Rennleitung eröffnet das Qualifying zum Zehnten Grossen Preis von Zürich. Sascha Kieslinger, Art Director rotor und Alexander Gessert, Creative Director und Mitinhaber rotor.Maurizio Scarpa vom Sfax Frisurenmacher begrüsst zwei Schönheiten im Fahrerlager.Christine Roth, die ehemalige Marketingleiterin von Freitag Lab amüsierte sich zusammen mit Daniel Kistler von Ringier.Ludwig Dörr, der ehemalige Werbeleiter von Coop Schweiz fand trotz Unruhestand Zeit für einen Blitzbesuch in Zürich.Musik trifft Film: Phonogen.com-Gründer Rino Meyer posiert mit Beat Lenherr von panimage.Mit genügend Treibstoff im Tank kämpften 64 Fahrer um Tausendstel-Sekunden, um sich für das Rennen auf dem rotor Speedway im Club Zukunft zu qualifizieren.
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Wenn der Rotor heiss läuft

Dienstag ist Eröffnungstag. Am Abend findet jeweils die Gala an der Carlton-Beach statt. Eine Augenweide an Fressalien, eine Augenweide an schönen Leuten...

Zum Zehnjährigen Jubiläum von rotor Agentur für Kommunikation erschienen über 200 geladene Gäste. Nach einer ersten Stärkung mit Food & Drinks im In- nenhof der Agentur, schrieben sich 64 Rennwillige zum Qualifying des Zehnten Grossen Preises von Zürich ein. Ob als Carrera-Pilot oder als Zuschauer; es herschte Hochspannung bis zum Abwinken. Nach der Siegerehrung, welche die charmante Miss Carrera 2006 vornahm, geleiteten DJ Steve McQueen und die Unplugged-Band Los Bandidos mit ihrem Tequilla Racing Punk bis tief in die Nacht hinein.Die Rennleitung eröffnet das Qualifying zum Zehnten Grossen Preis von Zürich. Sascha Kieslinger, Art Director rotor und Alexander Gessert, Creative Director und Mitinhaber rotor.Maurizio Scarpa vom Sfax Frisurenmacher begrüsst zwei Schönheiten im Fahrerlager.Christine Roth, die ehemalige Marketingleiterin von Freitag Lab amüsierte sich zusammen mit Daniel Kistler von Ringier.Ludwig Dörr, der ehemalige Werbeleiter von Coop Schweiz fand trotz Unruhestand Zeit für einen Blitzbesuch in Zürich.Musik trifft Film: Phonogen.com-Gründer Rino Meyer posiert mit Beat Lenherr von panimage.Mit genügend Treibstoff im Tank kämpften 64 Fahrer um Tausendstel-Sekunden, um sich für das Rennen auf dem rotor Speedway im Club Zukunft zu qualifizieren.Das anschliessende Rennen wurde paarweise im K.O.-System 1 gegen 1 ausgetragen. Zwischen den Rennen fachsimpeln Beat Engeler von Fischer Architekten AG und Martin Hauser, Mitinhaber rotor über die Leistungen der Fahrer.Grosses Staunen auf der VIP-Tribüne: Bernd Götz von Swiss Re mit Ehefrau Inge, Lorenz Hauser Musik- und Eventspezialist und Gilles Bachmann von Fauxpas Grafik.Peter Burri, Marketingleiter der Gesundheitsförderung Schweiz coacht seinen Sohn Tim. Miss Carrera 2006 Oxana Fedorova überreichte den Finalisten die Preise. Der Zweitplatzierten André Becchio wurde tröstend in die Mitte genommen. Und der Sieger Oliver Fitze Inhaber Hum Records freute sich über das hart erkämpfte Carrera-Package.Danach feiert der Rennsportzirkus bis in die frühen Morgenstunden den rotor Jubiläums-Grand Prix zum legendären Tequilla Racing Punk von Los Bandidos. Text & Bild: rotor
 
Upload: Beat Fritsch
Support: Kathrin Fischer
Good Job: Urs Bühler
 Ab nächstem Montag (19.6.06) wird an dieser Stelle die tägliche Shortlist-Berichterstattung aus Cannes zu finden sein.BildunterschriftBildunterschriftBildunterschriftBildunterschriftBildunterschriftBildunterschriftBildunterschriftBildunterschriftDienstag ist Eröffnungstag. Am Abend findet jeweils die Gala an der Carlton-Beach statt. Eine Augenweide an Fressalien, eine Augenweide an schönen Leuten. Die Gästedelegation der Cinecom war zufrieden und durfte heute nochmals so richtig Gas geben, denn für die Medialeute heisst es morgen bereits Abschied nehmen von der Côte.
Mittlerweile auch eingetroffen sind die Jungs von Adlink, welche beinahe einen internationalen Zwischenfall provorzierten. Die Segelyacht, auf der sie zu Gast waren, kam einer Fregatte der Marine etwas sehr nahe, worauf gleich ein Alarm ausgelöst wurde. Und zufälligerweise hat Paparazzo Fritsch das Ganze mit seinem brandneuen Teleobjektiv von seinem Balkon aus festgehalten.
 Text & Fotos: Beat Fritsch
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