Link-Umfrage zum Frauentag: Ausgeglichene Aufgabenteilung noch nicht erreicht

Zum Internationalen Frauentag hat das Markt- und Sozialforschungsinstitut LINK der Schweizer Bevölkerung einige Fragen zum Thema «Gleichstellung von Frau und Mann» gestellt. Dabei wurden traditionelle Rollenbilder beleuchtet, sowie die Bereitschaft, eine Führungsposition anzutreten.

Eine Mehrheit der Befragten ist der Meinung, dass viele Aufgaben sowohl von Männern als auch von Frauen erledigt werden sollten. Ausnahmen bilden die grundlegende Wartung von Fahrzeugen sowie das Schneeschaufeln. Diese beiden Aufgaben werden mit 58 % bzw. 50 % mehrheitlich den Männern zugeordnet. Beim Wäschewaschen, -bügeln und -versorgen, Geschenke Einpacken sowie dem Einrichten und Dekorieren von Haus/Wohnung sehen über ein Drittel der Befragten die Zuständigkeit bei den Frauen.

Anders sieht es aus, wenn die Teilnehmenden konkret nach der Aufgabenverteilung in ihrer letzten Beziehung gefragt werden: Beispielsweise finden 76 Prozent der Befragten, dass sowohl Männer als auch Frauen das meiste Geld verdienen sollten, um die Familie zu unterstützen – faktisch war diese Aufgabenteilung jedoch nur bei 45  Prozent in der letzten Beziehung vorhanden. Ähnlich sieht es bei der Haushaltsreinigung aus, bei der zwar 83 Prozent der Befragten die Zuständigkeit sowohl bei Männern als auch Frauen sehen, in der letzten Beziehung jedoch nur bei 54 Prozent Frauen und Männer die Aufgabe übernommen haben.

Frauen und Männer in Führungspositionen

Bei den Traumberufen im Kindesalter liegen bei Frauen die Berufe Primarschullehrerin (26 Prozent), Tierärztin (20 Prozent) und Krankenpflegerin (17 Prozent) vorne, während es bei den Männern Pilot (29 Prozent), Polizist (23 Prozent), Profisportler und Handwerker (je 17 Prozent) sind. Je ein Drittel der Befragten hatte jedoch auch einen anderen, nicht aufgeführten Traumberuf.

Auch das aktuelle Arbeitspensum wurde abgefragt, und hier zeigt sich, dass mit 57 Prozent über die Hälfte der Männer 91 bis 100 Prozent arbeiten – bei den Frauen sind dies nur 24 Prozent. Entsprechend sind die Frauenanteile bei niedrigeren Arbeitspensa höher als bei den Männern.

Schliesslich wurden die Teilnehmenden auch gefragt, ob sie derzeit eine Führungsposition innehaben – und ob sie sich vorstellen könnten, eine solche einzunehmen. Fast ein Drittel der befragten Männer (31 Prozent) besitzt aktuell eine Führungsposition, während es bei den befragten Frauen nur 18 % sind. Vorstellen können sich dies auf beiden Seiten der Befragten jedoch deutlich mehr Leute: 65 Prozent der Männer und 48 Prozent der Frauen könnten sich in einer solchen Position sehen.


Ausführliche Studie als Download

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